Hat der Schutz der Synagoge versagt_
Hat der Schutz der Synagoge versagt_
Datum: 10.10.2019 - 08:43 Uhr
Auch am Tag nach dem terroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle stehen die Menschen hierzulande sowie weltweit unter Schock und trauern um die beiden Opfer. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, diverse Berichte über ein Manifest des Täters dringen nach und nach durch; doch vor allem werden viele Fragen lauter. Vor allem die Frage, warum eine ansonsten täglich von Sicherheitskräften geschützte Synagoge ausgerechnet am höchsten jüdischen Feiertag, an Jom Kippur - dem Versöhnungsfest - nicht im herkömmlichen Umfang (oder sogar gar nicht) gesichert wurde.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, zeigt sich entsetzt über die Tat und regiert mit Unverständnis auf die Lage vor Ort: »Da (an Jom Kippur, Anm. d. Red.) erwarte ich eigentlich einen klaren polizeilichen Schutz vor allen Synagogen in Deutschland. Dass der in Halle nicht gegeben war, obwohl man vorher darüber gesprochen hatte, ist für mich nicht nachvollziehbar.«
In der Zwischenzeit kursiert ein angebliches Manifest des Täters durchs Netz. In diesem Schreiben kündigt der Terrorist seine Ziele an. Neben dem Mord an Juden und Jüdinnen stehen auch andere Zielgruppen auf dieser Liste sowie die Art und Weise, wie sie getötet werden sollen. Zum Glück für viele Menschen am Tatort versagten einige der selbst zusammengebauten Waffen, sodass sich die Möglichkeit auftat, sich in Sicherheit zu bringen.
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