Hamburger Rentnerin wird wegen 80-Euro-Jobs die Grundsicherung gekürzt
Hamburger Rentnerin wird wegen 80-Euro-Jobs die Grundsicherung gekürzt
Datum: 15.02.2018 - 10:42 Uhr
Schaut man sich die laufende finanzielle Situation von Lieselotte Tairi an, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass diese Frau eine Überlebenskünstlerin ist. Von ihrer mickrigen Rente von etwa 760 Euro zahlt die 71-Jährige alleine knapp 600 Euro an Miete und Nebenkosten. Damit sie überhaupt halbwegs überlebt, erhielt sie daher eine Aufstockung seitens des Sozialamtes von etwa 250 Euro, damit sie die Grundsicherung von 416 Euro erreicht. Mit 416 Euro im Monat kommt man aber bekanntermaßen nicht wirklich weit. Das gilt auch für Frau Tairi. Wie bei vielen anderen Menschen auch, bleib bei ihr am Ende des Geldes noch Monat übrig. Also entschied sie, dass sie sich mit Treppen putzen und Rasen mähen etwas dazu verdienen werde. Ganze 80 Euro spülte das in die klamme Haushaltskasse. Doch ihr reichte das aus, um die Ausgaben für den Moant abdecken zu können.
Leider aber hatte Frau Tairi in diesem Land, in denen es den Menschen so gut geht wie nie zuvor, ihre Rechnung ohne den Amtsschimmel in Form des Sozialamtes Bergedorf gemacht. Dort wurde man auf die unangemessen Bereicherung der 71-Jährigen aufmerksam und kürzte kurzerhand die Zuwendung um satte 50 Euro. Doch nicht nur das. Als Frau Tairi beim Sozialamt vorstellig wurde, fertigte man sie kurzerhand mit dem Hinweis ab, dass sie sich doch bitte bei der Hamburger Tafel mit Lebensmitteln und Erzeugnissen des täglichen Bedarfs eindecken solle. Doch diesen Weg hatte die Rentnerin bereits ohne die herablassende Weisheit der Mitarbeiter des Sozialamtes gefunden gehabt.
Lieselotte Tairi gehört zu dem Millionenheer der von Altersarmut betroffenen Menschen in diesem Land, um die sich niemand der Merkel-Regierung kümmert. Statt aus dem üppig gefüllten Staatssäckel aber Geld für Frau Tairi und die anderen von Armut betroffenen oder bedrohten Menschen in diesem Land zur Verfügung zu stellen, sei es Alters-, Kinder- oder Erwerbsarmut, verschließt man die Augen vor dem Leid dieser Personengruppen und pumpt stattdessen weitere Millionen und Milliarden in die »Flüchtlinge«. Entweder durch unmittelbare Zahlungen an all die »Flüchtlinge«, Schutzsuchenden, Asylbewerber oder, wie man sie jetzt euphemistisch umschreibt, »Geflüchtete«. Doch der viel größere Teil dieser Gelder geht an die Profiteure dieser Flüchtlingsindustrie; an die ganzen sogenannte Hilfsdienste, die Unternehmen, die Institutionen und ihre Verantwortungsträger. Für Lieselotte Tairi und viele andere Rentner bleibt da einfach nichts mehr übrig.
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