Hamburger Gymnasium führt Kleiderordnung ein
Hamburger Gymnasium führt Kleiderordnung ein
Datum: 20.06.2017 - 10:27 Uhr
Das Hamburger Gymnasium Eppendorf hat ganz überraschend aktuell festgestellt, dass die Schule kein Strand sei, sondern »ein Ort des Lernens und Arbeitens«. Das ist eine wahrhaft sensationelle Entdeckung, besteht das Institut doch erst seit 1904...
Wie dem auch sei; im Zusammenhang mit der eingangs erwähnten plötzlichen Erkenntnis ist man an diesem Gymnasium zu dem Entschluss gekommen, dass sich die Schüler, vor allem aber die Schülerinnen, zukünftig einem neuen Kleidungskodex zu unterwerfen haben. Dass Kopfbedeckungen jeglicher Art während der Unterrichtsstunden abzunehmen sind, scheint ja durchaus verständlich und nachvollziehbar. Doch die Gängelung geht deutlich darüber hinaus: »auch bei sommerlichen Temperaturen ist auf zu freizügige Kleidung zu verzichten«, heißt es in einer Verlautbarung der Schule.
Was genau darunter zu verstehen ist, wird auch sogleich en Detail erläutert: »Darunter verstehen wir z. B. übertiefe Dekolletés, bauchfreie Shirts, pofreie Shorts, zu kurze Röcke etc.«. Nachzulesen in der Hausordnung des Gymnasiums, Punkt 4.6.
Besonders auffällig ist, dass keiner der angeführten Punkte in irgend einer Form den, mit Ausnahme der Mützen, in erster Linie von Männern respektive Jungen bevorzugten Kleidungsstil berührt. Lediglich die jungen Frauen respektive Mädchen sollen sich dieser Kleiderordnung unterwerfen müssen. Dabei ist es unerheblich, ob eine solche Kleiderordnung sinnvoll ist. Die Frage, die sich aufdrängt ist die, warum diese Beschränkung jetzt, aktuell, zu diesem Zeitpunkt erfolgt. War diese Schule zuvor kein Ort des Lernens und des Arbeitens? War freizügige Kleidung zuvor minder irritierend als sie heute ist?
Oder hat das vielleicht doch mit der fortschreitenden Islamisierung des Landes zu tun?
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