Hamburg_ SPD feiert sich für fast sieben Prozent Verlust
Hamburg_ SPD feiert sich für fast sieben Prozent Verlust
Datum: 24.02.2020 - 10:05 Uhr
Hamburg wird nach aktuellem Auszählungsstand auch weiterhin eine Sechs-Parteien-Bürgerschaft haben. Die rot-grüne Koalition wird auch zukünftig regieren können, wenn sich auch die Gewichtung innerhalb der Koalition geändert hat. Die SPD verliert fast sieben Prozent - das, obwohl man verstanden hat, die beiden Bundesvorsitzenden Borjans und Esken vom Wahlkampf in Hamburg fernzuhalten - und feiert sich trotzdem. Diese Verluste werden von der Wählerwanderung von CDU und FDP zu den Grünen kompensiert. Nach derzeitigem Stand der Sitzverteilung wird die jetzige Koalition bei einer Fortsetzung sogar über eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament verfügen (82 von 121 Sitzen).
Ein Desaster war die Wahl für die CDU. Sie stürzt in Hamburg mit 11,2 Prozent in eine Größenordnung ab, die für die SPD in vielen anderen Bundesländern und auf Bundesebene vorreserviert zu sein scheint. Das Hick-Hack in Thüringen und das Trauerspiel um AKK, ihren Rücktritt, die Nachfolgediskussion und Merkels große Anzahl an Fehlern als Chefin der Bundesregierung schlugen sich auf das Wählerverhalten nieder.
Die FDP zappelt noch immer am Fünf-Prozent-Haken. Derzeit sind sie in der Bürgerschaft vertreten, waren es auch bei der ersten Prognose im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der vermeldete für die AfD im vorauseilendem Gehorsam und offensichtlich von bestimmten Gruppen und Lobbyisten nachdrücklich gewünscht vorschnell das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Da war die Freude aber groß bei den Scheindemokraten der Altparteien und Medienverantwortlichen. Man feixte über den Bildschirm und kontruierte verschwörungstechnische Verbindungen, die es so gar nicht gibt oder gegeben hat, aber angeblich für das Scheitern verantwortlich sein soll. Aktuell liegt der Stimmenanteil der AfD bei 5,3 Prozent. Da müssen bei der Korrekturzählung und der Auszählung der Briefwahlstimmen aber sehr viele Stimmzettel »justiert« werden, um die AfD noch aus der Bürgerschaft heraus »gewählt« zu bekommen.
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