Haley stampft Wahlkampfkampagne ein
Haley stampft Wahlkampfkampagne ein
Datum: 07.03.2024 - 08:44 Uhr
Die Wetten, wer für die US-Republikaner im kommenden November als Präsidentschaftskandidat antreten wird, standen schon vor Beginn der Vorwahlen deutlich zu Gunsten Donald Trumps. Nach nicht einmal der Hälfte der Vorwahlen in den US-Bundesstaaten und einigen überseeischen Territorien ist an seinem Sieg nicht mehr zu rütteln. Seine letzte Kontrahentin, die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, hat nach ihrer vernichtenden Niederlage am vergangenen Super-Dienstag (sie gewann nur in einem von 15 abstimmenden US-Bundesstaaten, und dann mit Vermont ausgerechnet auch noch in dem Bundesstaat mit der geringsten Delegiertenanzahl), Einsicht in die Aussichtslosigkeit ihres Unterfangens gezeigt und ihre eigene Wahlkampfkampagne mit sofortiger Wirkung eingestellt.
In ihrem ersten Presseauftritt nach Bekanntgabe ihres Rückzugs beteuerte sie, sie wolle im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterkämpfen und suchte nach zahlreichen Gründen für ihr schlechtes Abschneiden. Die Tatsache aber, dass die deutliche Mehrheit der US-Republikaner Donald Trump als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl (und die Mehrheit der US-Wähler ihn auch als Präsidenten) sehen will, ignorierte sie völlig.
Beobachtern zu folge sollen aber nicht nur die vernichtenden Niederlagen, die Haley hinnehmen musste, für ihren Rückzug verantwortlich sein. Sie gewann gerade einmal in zwei der 25 US-Bundesstaaten, in denen die Vorwahlen ausgetragen wurden. Donald Trump gewann derer 23. Haley und ihrem Team soll auch das Geld ausgegangen sein. Selbst die fast bis zuletzt an sie glaubenden Geldgeber haben nach dem Debakel am Super-Dienstag ihren Rückzug erklärt; Haley hätte dann ohne jedwede finanzielle Unterstützung dagestanden, damit wäre jedweder Wahlkampf ohnehin am Ende angelangt.
Auch hier ist Donald Trump in einer wesentlich stärkeren Position: er bestreitet seinen Wahlkampf primär aus eigenen Geldmitteln, ist von Finanziers, Unterstützern oder Geldgebern weit weniger abhängig als seine Mitbewerber. Und hat - möglicherweise - auch deswegen seine Nase vorn.
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