Grüner Richter verhängt Sozialstunden nach Vergewaltigung

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Grüner Richter verhängt Sozialstunden nach Vergewaltigung
Datum: 03.02.2020 - 08:57 Uhr

Eine 100-jährige Seniorin im Landkreis Greiz wurde von einem ambulanten Pflegedienst betreut. Zu den dortigen Mitarbeitern gehört auch ein damals 18-Jähriger. Dieser überfiel die alte Dame, als sie nach dem Baden aus der Wanne stieg, packte und vergewaltigte sie.

Jetzt, fast ein Jahr nach dem abscheulichen Verbrechen, wurde vor dem Jugendschöffengericht in Gera das Verfahren gegen den heute 19-Jährigen geführt. Richter Eugen Wagner, vormals Stadtrat der Grünen in Gera, führte den Vorsitz.

Der Täter zeigte sich geständig, Richter Wagner sprach sein Urteil: gerade einmal 22 Monate Jugendstrafe für die schändliche Vergewaltigung einer 100-Jährigen - auf Bewährung! Der Schänder bleibt auf freiem Fuß. Er hat Sozialstunden abzubrummen, genau 101. Sein Opfer ist in der Zwischenzeit nämlich 101 Jahre alt.

Das ist jener Richter Eugen Wagner, der, wenn man den Medien Glauben schenken will, durchaus dafür bekannt ist, gnadenlose Härte zeigen zu können. Dann schöpft er die Möglichkeiten, die ihm die Gesetze bei der Sanktionierung von Straftaten geben, in vollem Umfang aus. Einen Schwarzfahrer zum Beispiel soll Richter Eugen Wagner knallhart ohne Bewährung eingeknastet haben. Der gemeingefährliche Rechtsbrecher sollte eine Lehre fürs Leben bekommen - er war 73 Jahre alt.

Der Vergewaltiger aber kommt mit einer »Strafe« davon, die nicht einmal annähernd den Namen verdient hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen das Urteil einlegt; und das bei der nächstinstanzlichen Verhandlung ein Richter den Vorsitz führt, der zumindest marginal etwas Ahnung von Recht und Gesetz hat.

Sven von Storch

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