Grüner Giegold stimmt für Klimanotstand - und steigt gleich danach ins Flugzeug

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Grüner Giegold stimmt für Klimanotstand - und steigt gleich danach ins Flugzeug
Datum: 02.12.2019 - 11:17 Uhr

Grüne Politiker jedweden Geschlechts sind bekannt dafür, dass sie in ihren Aussagen und dem an den Tag gelegten Verhalten des Öfteren verbal und inhaltlich komplett daneben liegen. Insbesondere bei der Nutzung des Flugverkehrs stehen sich Worte und Taten öfter einmal diametral entgegen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an Katharina Schulze von den bayrischen Grünen, die sich vehement gegen den Ausbau des Flughafen Münchens wehrt, vor knapp einem Jahr selbst aber während der Weihnachtszeit einen ganz persönlichen und privaten Kurztripp nach Kalifornien unternahm - um dort ein Selfie vor einem Eiscafe zu schießen, mit einem Rieseneisbecher (Plastik!) und einem entsprechend großen Löffel (auch Plastik!). Es ist schon fast als logisch zu bezeichnen, dass die Grünen selbstverständlich auch für ein Verbot von Einmalgeschirr und -besteck aus Plastik sind...

Wer jetzt glaubt, dass die Grünen durch den sich an die Reise von Schulze anschließenden Shitstorm auch nur ansatzweise etwas gelernt hätten und von ihrer Doppelmoral abweichten, sieht sich getäuscht. Sven Giegold, Grünen-Abgeordneter im EU-Parlament, war es wichtig, am vergangenen Donnerstag für die Ausrufung des Klimanotstands in Brüssel zu stimmen. Diejenigen, die gegen diesen ideologischen Schritt votierten, kritisierte Giegold per Twitter, exakt um 12.04 Uhr. Um 13.00 Uhr saß Giegold dann in einem Flugzeug, das ihn von Brüssel nach Frankfurt brachte. Dort stieg er um, um danach nach Berlin zu fliegen.

Herr Giegold braucht also nicht nur einen Kurzstreckenflug, um von Brüssel nach Berlin zu kommen; für den Herrn müssen es gleich zwei Kurzstreckenflüge sein. Erwartungsgemäß versucht Herr Giegold sich damit herauszureden, er hätte um 18.00 Uhr am selben Abend in Berlin einen Termin gehabt. Von Politikern wird erwartet, dass sie in der Lage sind, ein vernünftiges Zeitmanagement zu betreiben. Wer das nicht kann, sollte besser die Finger von parlamentarischer Arbeit lassen. Oder aber, er sollte nicht mit Steinen derart um sich werfen, wenn er selbst im Glashaus sitzt.

 

 

Sven von Storch

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