Grüne und FDP verpassen laut Umfragen Einzug in den Landtag
Grüne und FDP verpassen laut Umfragen Einzug in den Landtag
Datum: 09.03.2017 - 10:27 Uhr
Das kleinste Flächenland der Bundesrepublik wählt am 26. März 2017 seine neue Landesvertretung. 16 Parteien kämpfen um den Einzug ins Parlament, nur vier von ihnen wird sicher der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde gelingen.
Die PESM-Wahlbörse funktioniert, anders als das abgefragte Stimmverhalten der Bürger seitens der Meinungsforschungsinstitute, analog des Aktienhandels. Hier können aber statt Aktien eines Unternehmens "Stimmanteile" einer Partei in einem virtuellen Markt erworben oder veräußert werden. Doch wenn auch ein solcher Handel etwas ungewohnt erscheint, so ist von besonderem Interesse, dass die Spannbreite zwischen den Schlusskursen der Parteien bei PESM und dem amtlichen Endergebnis wesentlich geringer ist als die Abweichung zwischen dem Endergebnis und der letzten Vorhersage der Meinungsforschungs- und Umfrageinstitute.
Legt man die aktuellen Kurse für die Landtagswahl im Saarland zugrunde, bleiben die Türen des neuen Parlaments auch für die Grünen und die FDP verschlossen. Lediglich CDU und SPD mit je rund 30 Prozent, die Linkspartei mit dem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine mit etwa 13 Prozent und die AfD mit knapp neun Prozent werden den Einzug in den Landtag schaffen. Alle anderen Parteien, so auch die noch im Parlament vertretenen Piraten, bleiben bedeutungslos. Die Ablösung der derzeit regierenden Großen Koalition unter Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und die Bildung einer Rot-Roten-Koalition auf Länderebene ist durchaus möglich. Allerdings gilt Lafontaine als streitbarer Protagonist und nicht unbedingt als Freund der SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger.
Die aber weiß, dass sie nur mit dessen Hilfe in das Amt der Regierungschefin gehoben werden kann, macht daher in der »Welt« auf gutes Wetter und bezeichnet Lafontaine als »angenehmen Gesprächspartner«. Und das, obwohl sie gerade von ihm in ihrer bisherigen Funktion als Verkehrsministerin in der jüngeren Vergangenheit mehr als nur einmal böse angeschossen wurde.
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