Großbritanniens designierter Premier Starmer will Ruanda-Projekt stoppen
Großbritanniens designierter Premier Starmer will Ruanda-Projekt stoppen
Datum: 09.07.2024 - 11:02 Uhr
Die Einwohnerzahl von Großbritannien samt seiner Kolonien und überseeischen Territorien liegt bei etwa 67 Millionen. Laut offiziellen Statistiken lebten bereits im letzten Jahr über 13 Millionen Britinnen und Briten in relativer Armut. Die Preise für Lebensmittel, für Strom, Gas und Benzin sind in den vergangenen zwölf Monaten überproportional gestiegen, der Lebensstandard der Briten ist in einem Jahr so schnell gesunken wie zuletzt seit sechs Jahrzehnten.
Die Sozialisten des designierten Premierminister Keir Starmer hatten vor der Wahl als primäres Ziel die Bekämpfung der Armut ausgegeben. Dementsprechend sind sie auch gewählt worden. Doch statt dieses ausgegebene Ziel auch als erstes anzugehen, hat Starmer als allererste Amtshandlung nun das Ende des Ruanda-Projekts ausgerufen. Soll heißen: die Ausführung von sich illegal im Land aufhaltenden Aslyanten nach Ruanda, so wie es vereinbart war, wird es nicht geben.
Davon haben die sich an oder unterhalb der Armutsgrenze lebenden Briten gerade einmal gar nichts. Sie haben die Sozialisten gewählt, damit sie aus diesem Dilemma herausgeführt werden. Doch offenbar interessiert Starmer sein Geschwätz von gestern heute schon nicht mehr.
Dabei sind es vor allem die von Armut betroffenen Kinder, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind. Ihre Zahl verdreifachte sich seit 2017, schrieb die Wohltätigkeitsorganisation Joseph Rowntree Foundation schon vergangenes Jahr. Insgesamt lebten demnach 3,8 Millionen in elendigen Verhältnissen, über eine Million Kinder leben sogar in schwerer Armut. Wohltätigkeitsorganisationen diverser Art, ähnlich wie hierzulande die Tafeln, versuchten, die größte Not zu lindern, sind aber längst an ihren Leistungsgrenzen angelangt.
Und was macht Starmer? Er stampft den Rückführungsplan für sich illegal im Land aufhaltende Asylanten ein. So setzt man echte Prioritäten.
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