Griechenland hofft auf Schulz
Griechenland hofft auf Schulz
Datum: 07.04.2017 - 08:59 Uhr
In seiner Funktion als EU-Parlamentspräsident hatte Martin Schulz (SPD) mitverantwortlich großzügigst deutsche Steuermilliarden in diverse Hilfspakete zur Rettung und Entschuldung des insolventen Griechenlands gepumpt. Die Erfolgsquote all dieser Hilfen liegt knapp über Null. Nach wie vor ist Hellas auf Hilfen aus den zahlreichen EU-Töpfen angewiesen, ist also de facto zahlungsunfähig. Zudem zeigt sich die dortige Regierung nachhaltig unwillig, die erforderlichen Reformen zu einer zielgerichteten Entschuldungspolitik umzusetzen. Vielmehr setzt man darauf, dass die anderen EU-Länder alles daran setzen werden, Griechenland weiterhin in der Euro-Zone zu halten und die Hilfen entsprechend üppig weiter sprudeln.
In der Vergangenheit gab es immer wieder relativ scharfe Kritik aus Deutschland an der Verweigerungshaltung und der Verzögerungstaktik der Griechen. Vor allem Bundesfinanzminister Schäuble machte keinen Hehl aus seiner Verärgerung über die griechische Regierung. Allerdings folgten den vollmundigen Ankündigen und den verbalen Ausbrüchen bis dato keine weiterreichenden Aktionen.
Nun hofft man in Griechenland auf die Bundestagswahl im Herbst 2017 und darauf, dass eine neue, von Schulz geführte Bundesregierung weitere und noch üppigere Hilfeleistungen bereitstellt. Der griechische EU-Abgeordnete Kostas Chrysogonos von der »Syriza« gibt das gegenüber der »Bild-Zeitung« auch offen zu: »Mit einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken würde es beim Thema Griechenland weniger um ständige Bestrafungen gehen. Und weiter: »Ein Kanzler Martin Schulz wäre etwas nachsichtiger mit Griechenland.«
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