Griechenland fordert vor etwaigen Gesprächen Rückzug der türkischen Truppen
Griechenland fordert vor etwaigen Gesprächen Rückzug der türkischen Truppen
Datum: 04.09.2020 - 09:08 Uhr
Am gestrigen Donnerstag sprach Merkel in einer Videokonferenz mit dem türkischen Despoten Erdogan. Es ging wieder einmal um die Expansionspolitik des Alleinherrschers vom Bosporus, der gierig seine Hände nach Territorien ausstreckt, die laut internationalem Seerecht anderen Staaten zugehörig sind. Das kann und will Erdogan nicht akzeptieren, weil sich in diesen Areale große Erdgasvorkommen befinden, die er nur all zu gerne für sein Land erschließen möchte. Erdogans Problem ist klar: er braucht Ressourcen, die das Land nicht hat. Derzeit muss er sie teuer importieren, aber die Türkei ist pleite.
Nach der Merkel-Erdogan-Konferenz meldete NATO-Chef Stoltenberg stolz, dass sich die beiden Hauptprotagonisten im Mittelmeerstreit, Griechenland und Erdogans Türkei, darauf verständigt hätten, direkte Gespräche miteinander aufzunehmen. Ein Erfolg der diplomatischen Bemühungen, so Stoltenberg.
Er hate kaum ausgeredet, da kam aber schon ein nachdrücklicher Widerspruch aus Athen. Von solchen Gespräche könne überhaupt nicht die Rede sein. Griechenland werde nicht einmal überhaupt über solche Gespräche nachdenken, solange sich immer noch Invasionstruppen der Türkei auf griechischem Territorium befänden. Erst wenn die Türken abgezogen sind, werde man direkte Gespräche in Betracht ziehen, vorher nicht.
In den kommenden Tagen erhöht sich die Präsenz von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer. Ein russsicher Flottenverband ist auf dem Weg, ein lange geplantes Militärmanöver vor der syrischen Küste abzuhalten. Dabei wird der Konvoi auch das zwischen Griechenland und der Türkei umstrittene Seegebiert passieren.
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