Goldpreis klettert weiter und weiter
Goldpreis klettert weiter und weiter
Datum: 08.10.2019 - 11:02 Uhr
Die Absichten, warum Staaten ihre Goldreserven erhöhen, snd unterschiedlicher Natur. Russland wird nach wie vor mit diversen Sanktionen und Wirtschaftsblockaden seitens der sogenannten westlichen Hemisphäre belastet. Der Außenhandel mit der EU ist in einigen Bereichen fast vollständig zum Erliegen gekommen. Der Rubel wäre zwar konvertierbar, aber es besteht kein Interesse an Geschäften in der russischen Währung. Eine Unterstützung des US-Dollars als weltweit führende Währung will wiederum die russische Regierung nicht und geht mit ihrem Schritt weg vom Devisenhandel zum Goldhandel.
China wiederum befindet sich seit Jahren in einem Wirtschaftszwist mit den USA. Da ein Ende dieses Konfliktes nicht in Sicht ist, hat man in Peking bereits einige Schritte unternommen, um seine Auslandsgeschäfte nicht länger in US-Dollar abrechnen zu müssen. Dazu gehört auch der seit Anfang des Jahres massiv gesteigerte Goldankauf.
Die Türkei befindet sich seit Jahren in einer Rezession und sah sich der rechtswidrigen Verhaftung eines US-Geistlichen durch türkische Sicherheitsbehörden einem massiven Wirtschaftskonflikt mit den USA gegenüber. Die türkische Lira verlor in Rekordzeit an Wert, das Land stand kurz vor einem finanziellen Kollaps. Da Erdogan an seiner Politik, die das Land in die internationale Isolation geführt hat, festhalten will, sucht man jetzt eine Lösung aus der angespannten Situation im Ankauf von Gold.
Unter den Topkäufern des Edelmetalls in diesem Jahr findet sich auch Polen. Das hängt allerdings weniger mit der wirtschaftlichen Lage des Landes zusammen - die ist nämlich äußerts positiv. Hier hat man eine Grundsatzentscheidung getroffen und will den Goldanteil an den insgesamt gestiegenen Devisenreserven des Landes angleichen.
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