Göring-Eckardt vor dem Rauswurf
Göring-Eckardt vor dem Rauswurf
Datum: 13.09.2017 - 07:57 Uhr
Die Zeiten, dass die »Grünen« auf Bundesebene ein deutlich zweistelliges Ergebnis vorweisen konnten, sind lange vorbei. Auch die Träumereien und Utopien eines schwarz-grünen Regierungsbündnisses im kommenden Bundestag gehören längst der Vergangenheit an. Die »Grünen« kennen in Umfragen nur eine Richtung: nach unten. Mit jedem Tag, den die Wahl am 24. September näher kommt, nähert sich auch die Truppe um Özdemir und Göring-Eckardt der Fünf-Prozent-Hürde. Aktuell ist es alles andere als sicher, dass im kommenden Bundestag eine Fraktion der selbsternannten Öko-Partei vertreten sein wird.
Festgemacht wird der Absturz an der Person Göring-Eckardt. Sie wirkt farb-, saft- und kraftlos und ist nicht in der Lage, die innerparteiliche Spaltung zwischen der Kretschmann-Gruppe und den Hofreiter-Anhängern zu kitten. Die Streitigkeiten zwischen diesen beiden extremen Auslegern in der Partei erinnert stark an die Auseinandersetzungen in der Anfangszeit, als es zu einer existenzgefährdenden Differenz zwischen »Fundis« und »Realos« kam. Einer Partei, die derart in sich zerstritten ist, will und wird niemand gerne seine Stimme geben.
Zumal, und das ist das ganz große Problem der »Grünen«, es keine wirklich typisch grünen Themen mehr gibt. Alles, was man zuvor als halbwegs »grün« bezeichnet hat, ist längst von anderen Parteien absorbiert worden. Vor allem Merkel hat in dem grünen Sektor dermaßen gewildert, dass für Özdemir kein Thema mehr geblieben ist. Die einzigen Dinge, die man jetzt noch mit den Grünen verbindet, sind die G20-Krawalle in Hamburg, Rauschgiftmissbrauch und Pädophilievorwürfe. Das sind nun wirklich keine Themen, mit denen man beim Wahlvolk punkten kann.
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