Gewalttaten in Berliner U-Bahn auf neuem Höchststand
Gewalttaten in Berliner U-Bahn auf neuem Höchststand
Datum: 13.03.2017 - 08:45 Uhr
Man hat sich schon fast an die Meldungen gewöhnt: drei »Südländer« treten eine Frau eine Treppe an einem U-Bahnhof runter; eine Gruppe jugendlicher Migranten zündet einen schlafenden Obdachlosen an; eine andere Gruppe »Südländer« stößt einen Mann vor die U-Bahn. Die Liste dieser und ähnlicher Meldungen ist lang, sehr lang - und sie wird von Jahr zu Jahr immer länger. Im Vorjahr wurden 2.241 Gewalttaten im Bereich der Berliner U-Bahn gezählt. Heute wird von der Polizei die Kriminalstatistik 2016 vorgestellt, die »Berliner Zeitung« berichtet vorab und bezieht sich auf die Statistik.
Zu den Gewalttaten zählen laut Bericht Körperverletzung, Raub, Nötigung, Freiheitsberaubung, Mord, Totschlag, Bedrohung und Sexualdelikte. Diese sind seit 2013 kontinuierlich angestiegen und haben einen neuen, traurigen Höchststand erreicht. Spitzenreiter in dieser unrühmlichen Skala ist die U-Bahnstation Kottbusser Tor im Bezirk Kreuzberg. Die dortige Rauschgiftkriminalität scheint nun auch mehr und mehr Gewaltkriminelle anzulocken. Allein 165 der 2.241 erfassten Delikte wurden hier begangen.
Kurz dahinter rangiert der Verkehrsknotenpunkt der Stadt, der Alexanderplatz. 143 Gewaltdelikte wurden hier erfasst. Auf Platz drei findet sich wieder eine Station in Kreuzberg: der U-Bahnhof Hermannplatz. Auch hier scheinen Rauschgift- und Gewaltkriminalität langsam zueinander zu finden.
Bezieht man die sonstigen Straftaten mit ein, insbesondere Eigentumsdelikte (Diebstähle, Taschendiebstähle etc.), werden die Zahlen noch dramatischer. Alleine auf der U8, der gefährlichsten Bahn Berlins, wurden über 9.000 Straftaten gezählt.
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