Getreidekorridor für Angriffe genutzt

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Getreidekorridor für Angriffe genutzt
Datum: 31.10.2022 - 09:01 Uhr

Es kam bisher selten vor, dass ein westliches Medium halbwegs objektiv über die Ereignisse und Geschehnisse in der Ukraine berichtet. Grundsätzlich wurde zu Gunsten der Ukraine berichtet; die Berichterstattung ging sogar so weit, dass ukrainische Propaganda ungeprüft und unkontrolliert eins-zu-eins übernommen und verbreitet wurde.

In diesem Zusammenhang ist der aktuelle Beitrag der New York Times schon durchaus bemerkenswert. Der beleuchtet nämlich, warum Russland aus dem mit der ukraine geschlossenen Abkommen bezüglich  der Getreidekorridore aussteigt. Deutsche Mainstreammedien haben sich beeilt, diesen Ausstieg als unprovoziert und Schikane Moskaus zu bezeichnen. Wie sich jetzt zeigt, haben sie - wieder einmal - vor ihrer Pro-Kiew-Positionierung nicht ausreichend recherchiert.

Das russische Verteidigungsministerium sagt, dass die ukrainischen maritimen Drohnen, die am Samstag Schiffe der Schwarzmeerflotte angriffen, aus dem sicheren »Getreidekorridor« flogen, der von Russland, den Vereinten Nationen und der Ukraine im Schwarzen Meer geschaffen wurde, um den sicheren Export von Getreide aus ukrainischen Häfen zu ermöglichen.

Russland hat die in Kanada hergestellte Navigationsmodule untersucht, die in den Seedrohnen verwendet werden, und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Drohnen von der Küste in der Nähe von Odessa aus geflogen sind, dann im »Getreidekorridor« geblieben sind und dann in Richtung des russischen Marinestützpunkts in Sewastopol abgewichen sind, wo der Angriff stattfand.

Russische Schiffe der Schwarzmeerflotte in Sewastopol wurden von insgesamt neun Flugdrohnen und sieben Marinedrohnen angegriffen. Sieben der 16 Drohnen wurden abgeschossen. Infolge des Angriffs erhielt der Marineminensucher Ivan Golubets nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums »unerheblichen Schaden«. Westliche Medien verbreiten - ungeprüft - die Meldung, dass angeblich drei Schiffe beschädigt sein sollen, darunter die Fregatte Admiral Makarov.

 

 

Sven von Storch

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