Gerüchte um gesteuerte Farbrevolution gegen Serbiens Regierung
Gerüchte um gesteuerte Farbrevolution gegen Serbiens Regierung
Datum: 27.12.2023 - 09:33 Uhr
Heftige linke Proteste erschütterten in den vergangenen Tagen und Nächten Serbiens Hauptstadt Belgrad. Am Heiligabend versuchten Pro-EU- und Pro-US-Demonstranten, das Rathaus zu stürmen, indem sie Fenster einschlugen und das Gebäude erklommen. Die in der Oppositionskoalition »Serbien gegen Gewalt« organisierten Rebellen lehnen es ab, die Wahlergebnisse vom 17. Dezember zu akzeptieren, als die SNS-Partei von Präsident Aleksandar Vučić gewann.
Serbien unterhält - sehr zum Unwillen der EU und der Biden-Administration - weiterhin gute Beziehungen zu Russland, was den Westen verärgert. Präsident Vučić selbst hat die Unruhen als Versuch einer »Farbrevolution« verurteilt. Der Begriff »Farbrevolution« wird üblicherweise verwendet, um Aufstände zu beschreiben, die mit finanzieller und anderer Unterstützung der Vereinigten Staaten gegen ungünstige Regierungen durchgeführt werden. Beispielsweise wurden die Maidan-Demonstrationen in Kiew, die 2014 zum Staatsstreich in der Ukraine führten, als farbige Revolution beschrieben.
Die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić erklärt, dass sie dank Geheimdienstinformationen aus Russland vor den Plänen der Aufständischen gewarnt worden sei und sich daher auf den Angriff vorbereiten könne. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, behauptet, es sei »offensichtlich«, dass der Westen versuche, die gleichen Techniken wie auf dem Maidan 2014 anzuwenden, um Chaos in Serbien zu stiften. Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow erklärt, dass »ausländische Kräfte« an den Unruhen beteiligt seien.
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