Gerd Müller (CSU) prangert ausbeuterische Kinderarbeit an
Gerd Müller (CSU) prangert ausbeuterische Kinderarbeit an
Datum: 12.04.2019 - 10:08 Uhr
Weltweit werden Kinder als billige Arbeitskräfte missbraucht. Auch große Marken, die ihre Produkte auf dem deutschen Markt anbieten, lassen es an der nötigen Sorgfalt in den Produktionsländern fehlen und kontrollieren gar nicht oder zu selten, ob Kinderhände an der Herstellung der Waren beteiligt sind. Vor allem in der Kleidungsindustrie in Südostasien sollen Kinder in großer Zahl in den Produktionsprozess eingebunden sein. Doch auch beim Anbau von Kaffee, Kakao, Bananen und anderen landwirtschaftlichen Produkten ist Kinderarbeit eher die Regel denn die Ausnahme.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will diesem Missbrauch jetzt einen Riegel vorschieben. Kinderarbeit auf Bananenplantagen, im Kaffeeanbau und in der Bekleidungsindustrie soll schnellstmöglich der Vergangenheit angehören, hatte Müller vor wenigen Tagen verkündet. Er wolle als Entwicklungsminister sich selbst um die Vorgänge in den Herkunfstländern dieser Waren kümmern und um die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften kümmern.
CSU-Müller hat bei seiner Liste der Kinderarbeit einen Bereich offensichtlich bewusst ausgeblendet. Für die in Deutschland extrem propagierte Elektromobilität bedarf es leistungsstarker Batterien. Diese Batterien benötigen Kobalt. Die Hälfte der weltweiten Kobaldproduktion stammt aus dem Kongo. In den über mehrere Kilometer tiefen Minen müssen etliche zehntausende Kinder sich ihre Hände blutig schuften und werden mitunter Sklaven gleich gehalten. Das aber interessiert Müller nicht. Er beruhigt sein Umweltbewusstsein mit blutigen Kinderhänden.
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