Genozid in Arzach in vollem Gange
Genozid in Arzach in vollem Gange
Datum: 27.09.2023 - 10:59 Uhr
Die christliche Republik Arzach wurde am 2. September 1991 in der Region Bergkarabach ausgerufen. Ursprünglich lehnte sie sich im Westen an das ebenfalls christliche Armenien an, verlor aber diese unmittelbare Grenze nach mehreren von der muslimischen Regierung in Aserbaidschan initiierten Angriffskriege gegen die Christen in Arzach. Zuletzt gab es nur noch den Latschin-Korridor als Landverbindung mit Armenien, ansonsten war Arzach komplett von Aserbaidschan eingeschlossen.
Die Regierung in der Hauptstadt Stepanakert appellierte immer wieder an die westlichen Büdnisse wie NATO, EU und UN um Anerkennung, zumindest aber um Hilfe. Die aber blieb aus. Schließlich wollte es sich der Wertewesten nicht mit den Muslims in Baku verscherzen: Aserbaidschan hat Öl, Gas und diverse andere Rohstoffe, die man in Paris, London und Berlin dringend benötigt. Somit war das Schicksal der Christen in Arzach besiegelt. Nachdem die muslimischen Soldaten aus Baku die Order erhielten, den Latschin-Korridor zu blockieren, waren die Menschen in Arzach von der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Baby-Nahrung und anderen Dingen des täglichen Bedarfs abgeschnitten.
Aserbaidschans Armee konnte in drei groß angelegten militärischen Offensiven die Christen nicht besiegen, also besann man sich auf die mittelalterliche, menschenverachtende Strategie des Aushungerns. Damit hat man jetzt »Erfolg«: die Christen geben ihre Waffen ab und verlassen die Region. Das ist ein weiterer Genozid, zumindest aber eine ethnische Säuberung in der Region. Unterstützt wurde das Regime in Baku bei seinem Bruch des Völkerrechts vom Bosporus-Despoten. Der kennt sich mit Genoziden an Christen bestens aus: seine Ahnen, auf die er sich so gerne beruft, begingen 1915/16 einen bis heute ungesühnten Völkermord an den Armeniern.
Damals war die Berichterstattung noch nicht so abdeckend wie heute. Erst nach und nach kamen die Berichte über die damaligen Gräueltaten ans Licht. Heute aber, in den Zeiten der modernen Kommunikation, wissen die Regierenden in Brüssel, in Paris, in London, Berlin und Washington über all diese Details genau Bescheid - und sie legen die Hände in den Schoß, sondern bestenfalls ihr geheucheltes Mitgefühl für die vertriebenen, geschändeten und gemordeten Christen in den Medien ab. Der Wertewesten trägt Mitschuld daran, dass ein weiterer christlicher Staat von der Landkarte verschwindet.
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