Gellendes Pfeifkonzert und massive Proteste gegen Jens Spahn
Gellendes Pfeifkonzert und massive Proteste gegen Jens Spahn
Datum: 26.08.2020 - 08:33 Uhr
Kein freundlicher Empfang für Jens Spahn in Wuppertal
Jens Spahn (CDU), derzeit Bundesgesundheitsminister und seit wenigen Tagen Eigentümer einer 4,2 Millionen Euro teuren Villa in Berlin, wollte den Wahlkampfhelfer für die Ortsgruppe seiner Partei in Wuppertal mimen. Mitte September finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt und da braucht die CDU wirklich händeringend jede Hilfe. Aber seinen Auftritt hatte sich Spahn, dessen mutmaßliche Verstrickungen in diverse Lobbytätigkeiten im selben Maße immer wieder scharf kritisiert werden wie seine Impfpropaganda, wahrscheinlich ganz anders vorgestellt.
Eine große Zahl Demonstranten hatte sich zum Empfang von Spahn versammelt und hob, sobald sie des Ministers ansichtig wurden, zu einem gellenden Pfeifkonzert, lautstarken Buh-Rufen und diverser anderer Unmutsäußerungen an. Stakkatoartig wurde Spahn ein wenig freundliches »Hau ab!« entgegengeschleudert, doch zunächst versuchte dieser, die negativen Bekundungen zu ignorieren.
Letztlich aber konnte sogar ein massiver Polizeieinsatz gegen die Demonstranten nichts daran ändern, dass Spahn an diesem Tag in Wuppertal nicht zu Wort kam. Er musste unverrichteter Dinge abziehen und sich wieder nach Berlin trollen. Der Ortsverband seiner Partei in Wuppertal ist von der Meinungsäußerung der Bürger der Stadt derart wenig angetan, dass sie Strafanzeige gestellt hat.
Man beachte: die Regierungspartei CDU stellt eine Strafanzeige gegen Bürger, die ihr im Grundgesetz verbrieftes Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung wahrnehmen. Und die Mainstreammedien berichten selbstverständlich auch nicht über die massiven Bürgerproteste.
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