Gelbwestenbewegung demonstriert zum 70. Geburtstag der Republik Irland
Gelbwestenbewegung demonstriert zum 70. Geburtstag der Republik Irland
Datum: 26.04.2019 - 11:06 Uhr
In fast jedem westeuropäischen Staat hat sich eine Gelbwestenbewegung etabliert. Auch in Irland, der Grünen Insel, gehen die Gelbwesten regelmäßig auf die Straße. Dort ist es vor allem die Diskussion um den Brexit und die mögliche Einführung von Kontrollen an den Übergängen zu Nordirland. Auf von Briten auf irischem Boden durchgeführte Kontrollen reagieren die Iren recht allergisch. Der Freistaat Irland, unabhängig von Großbritannien, ist keine 100 Jahre alt, die Republik Irland feierte am 18. April ihren 70. Geburtstag.
Protestiert wird unter anderem auch gegen die Asyl- und Migrationspolitik der EU. Seitens der Regierung sah man sah sich gezwungen, in 2017 eine neue Behörde zu implementieren, die die Zahl der Asylanten in Irland erfasst. Für 2018 wurde deren Zahl erstmals zentral ermittelt und veröffentlicht. Ende des Jahres gab es landesweit 3.673 neue Asylanträge, 5.660 Anträge liefen insgesamt noch. Die Ablehnungsrate lag bei 70,3 Prozent. Insgesamt suchten Menschen aus fünf(!) Nationen um Asyl in Irland nach.
Obwohl die Zahl der Asylanten und »Flüchtlinge« sehr überschaubar ist, versuchte dennoch eine Gruppe von Antifanten jüngst, eine Demonstration der Gelbwesten zu stören, um ihre »Refugees Welcome!«-Parolen und Plakate publikumswirksam einzusetzen. Allerdings hatten die irischen Antifanten die Rechnung ohne den Wirt, in dem Fall die Gelbwesten, gemacht. Kaum tauchten die Flaggen mit dem Antifa-Logo auf, sahen sich die Vermummten von einigen Gelbwesten umringt. Mit klaren Worten (»Get the f*ck out of here!… We’re here to f*cking help the Irish! Irish first! Irish first!«) wurde ihnen unmissverständlich deutlich gemacht, dass für sie kein Platz in den Reihen der Gelbwesten ist.
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