Gegen Berliner Vater wird wegen Körperverletzung ermittelt
Gegen Berliner Vater wird wegen Körperverletzung ermittelt
Datum: 12.12.2016 - 10:26 Uhr
Weihnachstmärkte verbreiten im Allgemeinen eine besinnliche, freudige Stimmung. Zumindest war dies bis vor rund einem Jahr der Fall. Doch auch diese Zeiten sind im Merkel-Deutschland der Gegenwart längst vorbei. Jetzt gehören Grapsch- und Fummelattacken offensichtlich zum festen Bestandteil eines Weihnachtsmarktes wie Glühwein und Lebkuchen. Aktuell wurde das am vergangenen Samstag in Berlin einmal mehr unter Beweis gestellt.
Am Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz wurde eine Jugendliche von zwei männlichen Jugendlichen am Po, Schultern und Rücken begrapscht und befummelt. Der Vater des Mädchens wurde auf die Tat aufmerksam und schnappte sich die beiden Täter, die sich in Begleitung zweier weiblicher Jugendlicher befanden. Diese beiden begannen sofort lautstark den Vater zu beschimpfen, worauf sich seine Tochter ebenfalls verbal entsprechend zur Wehr setzte.
Während dieser Auseinandersetzung kam es zu einer Rangelei, die darin gipfelte, dass der Vater einen der beiden Grapscher offensichtlich ohrfeigte. Die in der Zwischenzeit alarmierte Polizei nahm alle Beteiligten mit zur Dienststelle und ermittelt nun gegen die Grapscher wegen »Beleidigung auf sexueller Grundlage«. Gegen die weiblichen Beteiligten, also auch gegen das Opfer der Attacke, wird wegen Beleidigung ermittelt. Und der Vater, der womöglich einen schlimmeren Übergriff gegen seine Tochter verhindert hat, sieht sich nun Ermittlungen wegen Körperverletzung gegenüber.
Da stellt sich doch die Frage, wie man Zivilcourage einfordern kann, wenn man gegen den Vater, der seine Tochter vor sexuellen Angriffen schützt, wegen Körperverletzung ermittelt? Hätte er ruhig dabei stehen und zulassen sollen, dass diese Typen sich an seiner Tochter vergreifen?
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