Gefährdete Afghanen verpassen Anschlussflug

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Gefährdete Afghanen verpassen Anschlussflug
Datum: 02.09.2025 - 10:37 Uhr

Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Afghanen

In Hannover sollten auf Betreiben der Merz-Administration am Montag 47 Afghanen landen, die per Linienflug aus Pakistan über Istanbul ins Land verbracht werden sollten. Doch es kamen lediglich 45 der besonders gefährdeten Afghanen an. Für ein Ehepaar war offensichtlich shoppen wichtiger als Sicherheit: sie verpassten den Anschlussflug.

Überstellung erfolgt dennoch

Die beiden Shopper werden trotzdem nach Deutschland kommen. Die Merz-Administration ist dabei, einen  Linienflug zu organisieren, damit die beiden im Aufnahmelager Friedland eintreffen können. Im Rahmen des Aufnahmeprogramms für besonders gefährdete Afghanen wurden beziehungsweise werden die 47 Personen eingeflogen. 

Aufnahmeprogramm erst gestoppt, dann doch wieder in Kraft gesetzt

Merz hatte vor der Wahl vollmundig versprochen, er werde das Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Afghanen stoppen. Tatsächlich wurde das auch im Mai so öffentlich verkündet. Aber Außenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte, dass bereits erteilte Zusagen weiterhin gültig seien.  Insgesamt handelt es sich um zehn Familien. Acht Frauen und zwei Männer gelten als Hauptantragsteller, ihre Angehörigen reisen mit. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes halten sich derzeit rund 2.100 Programmteilnehmer in Pakistan und weitere 200 in Afghanistan auf.

Sven von Storch

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