Galeria Kaufhof Karstadt erneut in Insolvenz
Galeria Kaufhof Karstadt erneut in Insolvenz
Datum: 10.01.2024 - 09:44 Uhr
Die Zeit der großen Warenhäusern begann in Deutschland zum Ende des 19. Jahrhunderts. 1879 eröffnete Leonhard Tietz sein erstes Geschäft in Stralsund und gründete somit die Kaufhof-Warenhäuser, zwei Jahre später zog Rudolph Karstadt in Wismar nach. Vor allem im Zuge des sogenannten Wirtschaftswunders ab Mitte der 1950er-Jahre begannen die goldenen Jahre der Warenhäuser in Deutschland, zu denen auch die Häuser der großen Ketten Horten und Hertie sowie einige kleinere Kauf- und Warenhäuser wie auch die damaligen Versandhäuser Neckermann, Otto und Quelle gehörten.
Ab Ende der 1970er-Jahre begann die Zeit der Fusionen, die 2018 mit dem Zusammenschluss der letzten beiden überlebenden Unternehmen (damals Galeria Kaufhof auf der einen und Karstadt auf der anderen Seite) endete: die Galeria Kaufhof Karstadt war geboren, unter der Führung des Österreichers René Benko.
Doch die Zeit der großen Warenhäuser war lange vorbei. Der Internet-Handel boomte schon seit Jahren, Unternehmen wie Bezos' Amazon, das in Deutschland fette Umsätze macht ohne auch nur einen einzigen Cent an Steuern hierzulande zu zahlen, oder andere Netzanbieter haben den Kaufhäusern längst den Rang abgelaufen.
Die P(l)andemie mit ihren Ausgangssperren und anderen Verboten von im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland den Bürgern des Landes garantierte Grundrechte machten dann GKK den Garaus. Eine erste Insolvenz des Unternehmens mit zahlreichen Entlassungen von Mitarbeitern und den Schließungen vieler Filialen soll die Wende bringen; der Erfolg allerdings bleibt aus. Eine zweite Insolvenz im Oktober 2022 schließt sich an - ebenso erfolglos - und nun geht es in die dritte Insolvenz innerhalb von drei Jahren. 15.000 Menschen bangen um ihre Arbeitsplätze.
Weder der Wirtschaftsminister noch der Finanzminister aus dem Reigen der Berliner (H)Ampelmänner haben sich bisher geäußert.
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