Gabriel kehrt Bundespolitik den Rücken
Gabriel kehrt Bundespolitik den Rücken
Datum: 27.09.2019 - 10:42 Uhr
Sigmar Gabriel war von November 2009 bis März 2017 Vorsitzender der SPD. In seiner Zeit fiel die SPD in Umfragewerten von etwa 30 Prozent bis auf die 20-Prozent-Marke zurück, bevor Gabriel letztlich seinen Stuhl räumte respektive räumen musste. Ihm folgte auf dem Posten des Parteichefs der »100-Prozent« Martin Schulz, dessen Ära allerdings ebenfalls von Pleiten, Pech und Pannen gesäumt war.
Als Außenminister gelang es Gabriel immer wieder, ins Fettnäpfchen zu treten. Nicht vergessen ist sein Vorwurf an Israel aus dem Jahr 2012, als er bei einem Besuch in Hebron sich zu der Behauptung verstieg, die Palästinenser in der Region lebten in einem rechtsfreien Raum, Israel sei ein Apartheids-Regime. Seine Kungeleien mit verschiedenen Machthabern, die nicht zu Unrecht einen äußerst zweifelhaften Ruf haben (respektive hatten), warfen ebenfalls ein schlechtes Licht auf Gabriel.
Dem Wähler verkaufte Gabriel gerne seine Mär von der Reduzierung der deutschen Waffenexporte in Krisengebierte. Fakt ist, dass unter Gabriel die deutschen Rüstungsexporte zuvor nie erreichte Summen erreichte. Schuld an den Höchstwerten waren, wie bei Gabriel es so oft der Fall war, die anderen.
Nun kehrt Gabriel der Bundespolitik den Rücken. Er habe das Gefühl, seine Partei braucht ihn nicht mehr, heißt es dazu in einem Beitrag der Tagesschau. Gabriel will sich jetzt anderen Aufgaben widmen, zum Beispiel des Ehrenamts als Vorsitzender der Atlantik-Brücke.
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