Für die Fortsetzung von schwarz-gelb wird es wohl nicht reichen
Für die Fortsetzung von schwarz-gelb wird es wohl nicht reichen
Datum: 12.04.2022 - 11:40 Uhr
Ministerpräsident in NRW ist seit Oktober des vergangenen Jahres Hendrik Wüst von der CDU. Er hat das Amt nicht vom Wähler übertragen bekommen, sondern hat dieses Amt von seinem Vorgänger Laschet übernommen. Der hat sich nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen in den vom Bürger voll finanzierten Bundestag verabschiedet und kassiert dort jetzt jede Menge Geld für lau. Das Theater um und mit Laschet bekommt die CDU laut Umfragen auch bei der nächsten Wahl am 15. Mai zu spüren. Verlust von bis zu fünf Prozent sehen die Auguren voraus. Und damit wäre nicht nur die bisherige parlamentarische Mehrheit aus CDU und FDP dahin, der Platz an der Sonne müsste auch zugunsten der SPD abgetreten werden.
Deren Spitzenkandiat Thomas Kutschaty kennt zwar außerhalb von NRW kaum jemand und selbst innerhalb des Landes liegen seine Bekanntheitswerte weit hinter denen einiger seiner Parteigenossen. Kutschaty und sie SPD werden daher auch nicht die Wahl gewinnen im Sinne von Stimmenzuwachs; ihr Verlust wird den Umfragen zufolge aber geringer ausfallen als bei der CDU und das reicht dann, um stärkste Fraktion im neuen Landtag zu werden und so mutmaßlich den Ministerpräsidenten stellen zu können.
Spannend wird sein, wer dann mit wem koalieren will. Der bisherige Juniorpartner der CDU, die FDP, fällt wahrscheinlich auf einen einstelligen Wert zurück. Die Grünen werden derzeit mit etwa 14 Prozent taxiert. Das ist für NRW zwar ein gutes Resultat, liegt aber weit hinter den zwischenzeitlichen Umfragewerten von übr 20 Prozent. Rot-Rot-Grün wird es nicht geben, die mehrfach umbenannte SED bleibt wieder unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.
Frei von Sorgen und Koalitionszwängen wird die AfD souverän in den neuen Landtag in NRW einziehen. Manche Umfrageinstitute sehen sie besser abschneiden als die FDP.
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