Für CDU und CSU im EU-Parlament ist Christenverfolgung kein Thema mehr
Für CDU und CSU im EU-Parlament ist Christenverfolgung kein Thema mehr
Datum: 28.04.2017 - 08:03 Uhr
Die CDU/CSU-Delegation im EU-Parlament lehnt es ab, die mörderische Verfolgung von Christen zu verurteilen.
Zur Erinnerung: Zu Palmsonntag starben bei zwei der bisher schlimmsten Anschläge durch Selbstmordattentäter der Terrormiliz „islamischer Staat“ in Ägypten insgesamt 78 Christen. Die Anschläge waren religiös motiviert und sind Ausdruck der zunehmenden Verfolgung von Christen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit.
An diesem Mittwoch wurde deshalb in Brüssel bei der Eröffnung der Plenarsitzung des EU-Parlaments und der Annahme der Tagesordnung ein Antrag gestellt, eine Aussprache dazu auf die Tagesordnung zu setzen. Damit sollte das EU-Parlament die Möglichkeit erhalten, die tödliche Verfolgung von Christen zu verurteilen und ein klares Zeichen für Religionsfreiheit - auch für Christen - zu setzen.
Wie aus dem Ergebnisprotokoll der namentlichen Abstimmungen (Dokument PE 604.385) hervorgeht, wurde dieser wichtige Antrag ausgerechnet von den Christdemokraten abgelehnt. CDU und CSU stimmten mit drei Ausnahmen geschlossen gegen den Antrag.
Der Vizechef der CSU Manfred Weber stimmte ebenfalls dagegen.
Der Einsatz gegen Christenverfolgung ist offensichtlich keine Priorität mehr für die -Parteien.
Die deutschen Bischöfe hofieren zwar die Abgeordneten von CDU und CSU. Aber Ergebnisse der namentlichen Abstimmungen beweisen, dass die Europa-Abgeordneten der „C-Parteien“ Christenverfolgung in der Welt nicht verurteilen, wenn es geboten ist. Wann zieht die Bischofskonferenz hier „rote Linien“?
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