Französische Polizei punktiert Schlauchboote von Migranten

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Französische Polizei punktiert Schlauchboote von Migranten
Datum: 07.07.2025 - 09:50 Uhr

Mit Messern bewaffnete französische Polizisten gingen laut Zeitungsberichten an einem Strand in der Nähe von Boulogne-sur-Mer ins Wasser, um Schlauchboote mit illegalen Einwanderern an Bord zu zerstören. Das Wasser war flach genug, damit die Einwanderer zu Fuß ans Ufer zurückkehren konnten, schreibt The Telegraph. Laut der britischen Innenministerin Yvette Cooper handelt es sich um einen »willkommenen und anderen« Ansatz im Rahmen einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen der französischen Grenzpolizei und der Gendarmerie. Die neuen Maßnahmen, die voraussichtlich nächste Woche auf einem britisch-französischen Gipfeltreffen vorgestellt werden, ermöglichen Operationen bis zu 300 Meter vom Land entfernt.

Das Phänomen der großen Zahl von Migranten aus der Dritten Welt, die aus Frankreich nach Großbritannien »fliehen«, steht seit Jahren im Fokus der britischen Regierung, doch der illegale Handel scheint unaufhaltsam. Früher zerstörten die französischen Behörden Boote nur an Land. Doch nachdem Menschenschmuggler begonnen hatten, Boote von Flüssen und Kanälen aus zu Wasser zu lassen, änderte sich die Taktik.

Berichten zufolge handelt es sich noch immer um ein Pilotprojekt, um zu testen, welche Methoden am besten geeignet sind, um die Migranten vor ihrer Abreise aus Frankreich aufzuhalten. Mehr als 20.000 illegale Migranten haben in diesem Jahr bisher den Ärmelkanal überquert – ein Anstieg von fast 50 Prozent im Vergleich zu 2024 und die höchste Zahl seit Beginn der Überfahrten im Jahr 2018 in den ersten sechs Monaten des Jahres. Yvette Cooper verhandelt derzeit mit dem französischen Innenminister über eine Ausweitung der Maßnahmen auf Schmugglerboote auf Flüssen und Binnenwasserstraßen. Ihrer Ansicht nach haben kriminelle Banden ausgenutzt, dass das französische Recht Interventionen auf See bisher nicht erlaubte.

Diese Einschränkung wird nun aufgehoben. Die britische Regierung begründet den neuen Ansatz mit den Bemühungen der Labour-Regierung, die Beziehungen zur EU zu verbessern. Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer erklärte, dass »keine vorherige Regierung ein solches Maß an Zusammenarbeit mit den Franzosen erreicht hat«. Yvette Cooper sagte außerdem, dass Migranten, die auf Booten ankommen, in denen ein Kind gestorben ist, strafrechtlich verfolgt werden sollten. Das neue Grenzgesetz der Regierung, das derzeit im Parlament beraten wird, sieht eine neue Straftat für Migranten vor, die andere auf See gefährden – mit bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Sven von Storch

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