Frankreich will Air France und Renault mit Milliarden stützen
Frankreich will Air France und Renault mit Milliarden stützen
Datum: 27.04.2020 - 11:23 Uhr
Frankreich will unbedingt die Vergesellschaftung der Schulden der EU-Mitgliedsländer. Macron heizt seit Wochen die Stimmung für Euro-Bonds an und findet in Spanien und Italien Gleichgesinnte. Deren schwache Volkswirtschaften würden von einer solchen Vergesellschaftung extrem profitieren, weil die relativ starken Wirtschaften in den Niederlanden, Österreich und Deutschland anhand ihrer Wirtschaftskraft den größeren Anteil in den Bonds-Topf zu zahlen hätten. Frankreich käme so leichter zu billigem Geld als derzeit. Dabei hat man doch ganz große Pläne vor sich.
So will der französische Staat drei Milliarden Euro als Staatskredite an die angeschlagene Air France vergeben. Zudem will man die Garantie für Bankdarlehen in Höhe von weiteren vier Milliarden Euro übernehmen. Wie andere Fluggesellschaften weltweit auch leidet die Air France ebenfalls unter den Einbruch der Flugreisen. Allerdings fliegt die staatlich französische Fluggesellschaft schon seit Jahren im defizitären Bereich. Schon 2019 meldete man, dass man tiefe Einschnitte vorzunehmen habe und daher seine sieben Großraumflugzeige vom Typ Airbus A 380 bis spätestens 2022 wieder abgeben werde.
Frankreich hat dieses Geld, dass man Air France zur Verfügung stellen will, nicht. Man will daher die Freigabe des Geldes von der EU-Kommission erhalten. Das gilt aber nicht nur für die geplanten Summen zugunsten der Air France. Auch der Automobilhersteller Renault soll ebenfalls von der französischen Regierung mit (nicht vorhandenem) Geld gerettet werden. Kreditgarantien in Höhe von fünf Milliarden Euro will die Macron-Regierung geben. Vorgestellt hat die Pläne der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire.
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