Frankreich sendet Kriegsschiffe nach Grönland
Frankreich sendet Kriegsschiffe nach Grönland
Datum: 02.09.2025 - 09:25 Uhr
Solidaritätsbesuch des französischen Außenministers
Wenige Tage nach einer diplomatischen Verstimmung wegen mutmaßlicher US-Versuche zur Einflussnahme in Grönland ist dort Frankreich Außenminister Jean-Noël Barrot zu einem Solidaritätsbesuch eingetroffen. Mit seiner Visite wolle er »Frankreichs Solidarität gegenüber Dänemark, Grönland und dem grönländischen Volk angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen bekunden«, erklärte Barrot am Samstagabend nach einer Ankunft in der Insel-Hauptstadt Nuuk.
Französische Kriegsschiffe vor Ort
Zudem gelte es, »die Tiefe unserer freundschaftlichen Beziehungen zu unterstreichen«, betonte Barrot. Mit seinem Besuch folgte der französische Chefdiplomat einer Einladung der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt. Am Samstag besuchte er zunächst das französische Marine-Schiff »BSAM Garonne«. Dabei verwies der französische Außenminister darauf, dass die Region mittlerweile von einer »neuen Aggressivität« betroffen sei. Deshalb sei es wichtig, dass Frankreich als »große Seemacht« dort präsent sei. Für Sonntag stand ein Treffen mit dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen und Außenministerin Motzfeldt auf Barrots Programm.
Grönland Spielball der internationalen Politik
Mitte Juni hatte bereits Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron Grönland einen Besuch abgestattet, um es der europäischen Solidarität zu versichern. Grönland gehört zu der ehemaligen Kolonialmacht Dänemark, ist aber weitgehend autonom. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme des rohstoffreichen riesigen Inselgebiets durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen.
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