Fortum verkauft Uniper-Anteile an Berliner Ampel

Veröffentlicht:

Fortum verkauft Uniper-Anteile an Berliner Ampel
Datum: 22.09.2022 - 12:43 Uhr

Uniper gehört zu den größten Gasversorgern in Deutschland. 40 Prozent der Haushalte im Land werden direkt oder indirekt von Uniper versorgt. In seinem Portfolio hatte Uniper einen Anteil von 50 Prozent seiner Gaslieferungen aus Russland bezogen. Der Preis für russisches Gas lag sehr deutlich unter dem Niveau des Weltmarktpreises. Dennoch durfte Uniper aufgrund der seltsamen Bestimmungen bei der Festlegung des Verkaufspreises für Gas sich an dem höchsten Preis orientieren und konnte so Millionen und Milliarden-Gewinne einsacken.

Mit der Verhängung der EU-Sanktionen gegen Russland schossen sich die Brüsseler Euro-Kraten und vor allem die Berliner Ampel ein veritables Eigentor, welches auch Auswirkung auf Uniper hatte. Das Unternehmen musste nun nämlich, um die Versorgung der eigenen Kunden zu garantieren, deutlich teureres Gas von anderen Anbietern einkaufen. Das riss ein erhebliches finanzielles Lich in die Kassen, Abhilfe tat Not. Wie gut für Uniper, dass es den Habeck gibt. Der stellte eine Gasumlage in Aussicht - und weil er keine Ahnung von der Materie hatte, ließ er den Entwurf zu dieser Gasumlage gleich direkt unter andrem von Leuten von Uniper schreiben. Fast perfekt - aber eben nur fast.

Denn die Habeckschen Winkel- und Schachzüge wurden publik, die Gasumlage kam in die Diskussion. Bei Uniper sah man seine Felle davon schwimmen. Doch Habeck zog einen weiteren »Joker« aus der Tasche: er kaufte - mit Geld vom deutschen Steuerzahler - das angeschlagene Unternehmen und verstaatlichte es kurzerhand. Acht Milliarden Euro an Steuergeld wandern so über den Tisch: für ein komplett marodes Unternehmen.

Das ist aber nur der Kaufpreis. Uniper braucht weitere Geldhilfen in Milliardenhöhe, um am Leben erhalten werden zu können. Weil die Berliner Ampel sich weigert, die Gaspipeline Nord Stream 2 zu öffnen, wird weiterhin wenig bis kein russisches Gas geliefert werden und Uniper muss weiterhin sich am überhitzten Weltmarkt beim teuren Gas bedienen. Weiterhin muss Geld vom deutschen Steuerzahler für Uniper aufgebracht werden. Auch in Form der Gasumlage.

Der deutsche Bürger wird finanziell geschröpft, um aus seinem Geldbeutel den Kauf eines maroden Unternehmens zu finanzieren, das dann in das Eigentum des Bundes übergeht (den Otto Normalverbraucher mit seinen Steuern und Abgaben sowieso schon finanziert) und soll dann mit einer zusätzlichen Abgabe dieses Staatsunternehmen aus der Schräglage retten.

Das ist Habecksche Wirtschaftspolitik in all seiner Absurdität.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.