Forderung nach Geschwindigkeitsbegrenzung fußt auf 20 Jahre alte Zahlen
Forderung nach Geschwindigkeitsbegrenzung fußt auf 20 Jahre alte Zahlen
Datum: 05.02.2019 - 12:09 Uhr
Führend in der hysterischen Diskussion um eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen und einer Reduzierung des Tempolimits auf Landstraßen von 100 km/h auf 80 km/h ist die Deutsche Umwelthilfe (DUH), eine mehr als nur dubiose Lobbyistengruppe. Wann immer es darum geht, gegen die deutsche Automobilwirtschaft zu hetzen, ist die DUH mit ihren Vertretern ganz vorne dabei. Dass gerade die deutschen Automobilhersteller im Fokus des Zorns der DUH stehen, lag vermutlich auch daran, dass der Verein bis vor kurzem jedes Jahr noch erhebliche Zuwendungen vom japanischen Autmobilkonzern Toyota erhielt. Die Japaner haben jetzt ihr Engagement aber eingestellt. Begründung: die DUH ist ihnen zu suspekt.
Wie wenig seriös die Forderungen der DUH rund um den Geschäftsführer Jürgen Resch (seine Empfehlung: abgebrochenes Studium der Volkswirtschaft) sind, beweist sich aktuell einmal mehr. Die Forderung nach den eingangs erwähnten Geschwindigkeitsbegrenzungen argumentiert die DUH mit einer Studie des Umweltbundesamtes. Allerdings ist diese Studie in der Tat alles andere als aktuell. Denn die von der DUH heranzgezogene Studie stammt aus dem letzten Jahrtausend (1999). Mehr noch: die in der Studie verarbeitenden Rohdaten stammen sogar aus dem Jahr 1993.
Zur Erinnerung: damals war Helmut Kohl Budneskanzler, Richard von Weizsäcker war Bundespräsident, Bill Clinton folgte George Bush sr. als US-Präsident und Werder Bremen wurde deutscher Fußballmeister. Im Osten Deutschlands wurden die alten Bezirke aus der Zeit des SED-Regimes aufgelöst und die damals noch neuen Bundesländer wurden eingeführt. Im Zuge dessen erlebten zudem die fünfstelligen Polstleitzahlen ihre Geburtsstunde.
Auf Zahlen aus jener Zeit basieren die Forderungen der DUH. Seriösität ist definitiv etwas anderes.
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