Ford will 5.000 Stellen in Deutschland abbauen

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Ford will 5.000 Stellen in Deutschland abbauen
Datum: 18.03.2019 - 09:43 Uhr

Auf die Arbeiter und Angestellte bei Automoiblherstellern in Deutschland kommen schwere Zeiten zu. Erst hatte VW den Abbau von mindestes 23.000 Arbeitsplätzen im Rahmen eines groß angelegten Spar- und Umstrukturierungprogrammes angekündigt. Bei Audi wird ebenfalls der Rotstift angesetzt. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, Experten gehen aber von bis zu 7.000 zu streichenden Stellen aus. Aktuell hat Ford angekündigt, dass man 5.000 seiner Arbeitsplätze in Deutschland streichen werde. Anders als in den USA, wo der Automobilriese Gewinn macht, ist der europäische Markt ein Verlustgeschäft für Ford.

Ein Lösungsansatz könnte eine strategische Partnerschaft mit einem in Europa heimischen Autohersteller sein, so eventuell mit Renault oder der vor wenigen Monaten neu geschaffenen FiatChrysler-Gruppe. Auch PSA (Peugeot-Citroen) hatte nach der Übernahme von Opel erklärt, dass man weiterhin auf Expansionskurs bleiben werde und weitere Partnerschaften anstrebe.

Allerdings haben diese Fusionen und Partnerschaften in der Regel keinen positiven Einfluss auf den deutschen Arbeitsmarkt. Hier fallen die Stellen weg, die dann an anderen Orten mit wesentlich geringerem Verwaltungsaufwand bei der Errichtung neuer Werksanlagen und ebenfalls deutlich geringeren Lohnnebenkosten bei den Mitarbeitern geschaffen werden.

Der Stellenabbau bleibt nicht auf die Herstellern begrenzt. Etliche Zehntausende Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben für die großen Autowerke stehen ebenfalls auf dem Spiel. Doch die Merkel-Regierung bleibt tatenlos und sieht dem ganzen Treiben uninteressiert zu.

Sven von Storch

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