Flüchtlingsdrama wurde vom Publikum weitgehend gemieden
Flüchtlingsdrama wurde vom Publikum weitgehend gemieden
Datum: 16.02.2018 - 09:24 Uhr
Bereits im Vorfeld der Ausstrahlung des Filmes »Aufbruch ins Ungewisse« gab es heftigste Kritik an dem Machwerk. Er sei weitestgehend unrealistisch, an den Haaren herbei gezogen und stelle Propaganda der übelsten Sorte dar. Hintergrund, Story, Darsteller - das gesamte Konzept sei derart mies, dass es dafür kaum Worte gebe. So oder so ähnlich wurde das Machwerk in den sozialen Medien bereits lange vor Ausstrahlung am Mittwochabend verrissen.
Angenommen wird, dass es in Deutschland eine Revolution nach Vorbild 1933 gegeben habe und dass die Menschen aus dem Land fliehen müssten. Anhand einer Familie(!!) - also Mann, Frau, Kind und so weiter - soll dargestellt werden, wie so eine Flucht ist, mit welchen Gefahren und Entbehrungen sie verbunden ist. Als Ziel haben sich die »Flüchtlinge« ausgerechnet Südafrika ausgesucht; ein Land, in dem aktuell die weiße Bevölkerung erhebliche Probleme hat. Doch allein schon die Zusammenstellung der »Flüchtlinge« sei derart unrealistisch, so eine weit verbreitete Meinung im Netz, dass es sich nicht lohne, sich den Film anzutun. Schließlich ist die Realität, dass drei Viertel der hier ankommenden »Flüchtlingen« allein reisende, kräftige junge Männer.
Mit so viel schlechter Kritik vorab versehen, wich die ARD dann auch vom ursprünglichen Plan ab. Zwar strahlte man die Sendung wie vorgesehen um 20.15 Uhr am Mittwochabend aus. Doch Maischberger, die angeblich die Themen ihrer Sendung selbst auswählt, wurde angewiesen, stattdessen mit ihren Geästen über das Hin und Her der GroKo zu reden.
Die Propagandasendung um 20.15 Uhr, zur sogenannten Prime-Time, floppte total. Gerade einmal etwas über drei Millionen Menschen taten sich das Machwerk an. Um 20.45 Uhr erfolgte beim ZDF der Anstoß zum Fußballspiel Real Madrid gegen Paris St. Germain. Und obwohl es ein Spiel ohne deutsche Beteiligung war, schalteten etwa 6,78 Millionen Menschen hier ein. Doch noch viel schlimmer für die ARD muss sein, dass selbst der Spartensender »ZDF Neo« mit einer Wiederholung(!!) einer Ausgabe der Sendung »Ein starkes Team« eine höhere Einschaltquote vorweisen kann als das bei ihr ausgestrahlte Propagandamachwerk.
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