Flüchtlinge stürmen Melilla

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Flüchtlinge stürmen Melilla
Datum: 14.05.2019 - 09:44 Uhr

Die spanische Exklave Melilla ist ein etwa 13 Quadratkilometer großes Areal auf dem afrikanischen Kontinent und fast vollständig von marokkanischem Staatsgebiet umgeben. Nador, die nächstgelegene größere Stadt Marokkos, ist lediglich 10 Kilometer entfernt. Melilla gilt, wie die andere auf afrikanischem Boden liegende Exklave Ceuta, als integraler Bestandteil des spanischen Staatsgebietes und somit als EU-Gebiet.

Diesen Fakt wollen sich immer wieder »Flüchtlinge« aus Nord- und Zentralafrika zu Nutze machen, indem sie gewaltsam in die beiden Zonen eindringen. Trotz meterhoher Sicherheitszäune und Grenzpolizisten, die ein Eindringen in diese beiden Territorien und somit auch in die EU verhinidern sollen, kommt es immer wieder zu solchen illegalen Übertritte.

Medienberichten haben am vergangenen Wochenende zwischen 50 und 100 »Flüchtlinge« den sechs Meter hohen Zaun überwunden und sind nach Melilla eingedrungen. Einige von ihnen seien dann mit Gewalt gegen die eingesetzten Grenzpolizisten vorgegangen; es kam zu Rangeleien mit Verletzten und Festnahmen.

Trotz der Verstärkung der Sicherungsanlagen und einer deutlichen Erhöhung der eingesetzten Zahl der Grenzpolizisten in den beiden Exklaven hat sich die Zahl der illegalen Grenzübertritte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Schätzungen zufolge (exakte Zahlen liegen nicht vor) sollen pro Jahr über Melilla und Ceuta etwa 10.000 »Flüchtlinge« in die EU eingedrungen sein.

Sven von Storch

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