Fiskus ist Wohnkostentreiber Nummer eins

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Fiskus ist Wohnkostentreiber Nummer eins
Datum: 07.02.2017 - 08:52 Uhr

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat, so schreibt es das »Handelsblatt«, eine Umfrage zum Thema Wohnkosten in Auftrag gegeben. Der Umfrage zufolge empfanden 83 Prozent der Befragten die allgemeine Belastung als zu hoch. Vor allem aber die Nebenkosten entwickelten sich zu einer Art »zweiten Miete«.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Wohnen in München sehr kostenintensiv ist. 13 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sind Usus in der bayrischen Metropole. Damit liegt München um 71 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und unangefochten auf Position Eins der teuersten deutschen Städte. Auch Stuttgart ist bei den Kaltmieten nach wie vor ein hochpreisiges Pflaster (49 Prozent über dem Bundesdurchschnitt). Berlin, bei den Kaltmieten über viele Jahre als kostengünstigste Metropole der Welt bezeichnet, hat in diesem Bereich, sehr zum Leidwesen der Mieter, deutlich aufgeholt: die Kaltmieten liegen nur noch knapp unter dem Bundesdurchschnitt. 

Doch was das Wohnen in Berlin wirklich teuer macht, sind die Nebenkosten; also das, was Verwaltung und vor allem Städte und Gemeinden an Kosten für  Frisch-, Schmutz- und Niederschlagswasser, Abfallentsorgung, Straßenreinigung, Anwohnerparkausweis, Rundfunkbeitrag und Grundsteuer in Rechnung stellen. Denn hier liegt Berlin ganz weit vorne und ist um Längen teurer als München.

Das »Handelsblatt« führt einen Drei-Personen-Haushalt in einem zweigeschossigen Einfamilienhaus in innerstädtischer Lage mit 15 Frontmetern in einer Anliegerstraße als Beispiel an. Dessen Nebenkosten betrugen im vergangenen Jahr in München 1.643 Euro, in Berlin dagegen lagen diese um 500 Euro drüber.

Sven von Storch

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