Finanzwetten von George Soros veröffentlicht
Finanzwetten von George Soros veröffentlicht
Datum: 27.01.2017 - 10:13 Uhr
Laut einem Bericht im »Handelsblatt« hatte die niederländische Finanzmarktregulierungsbehörde AFM auf ihrer Internetpräsenz kurzfristig einige Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorging, dass der umstrittene US-Milliardär George Soros bereits seit 2012 immer wieder Wetten auf fallende Aktienkurse abgeschlossen hatte. Soros habe dem Bericht zufolge gezielt unter anderem gegen die niederländische ING-Gruppe gewettet.
Diese Form des Wettens auf einen Kursverfall ist höchst umstritten, da er mit Leerverkäufen verbunden ist. Das Börsenlexikon der »FAZ« erläutert diese »Short-Position« wie folgt: »Verkaufsposition. Mit ihr spekuliert der Anleger, zum Beispiel durch einen Leerverkauf, auf den fallenden Kurs einer Aktie oder eines Derivats.«
Einfach ausgedrückt: der Verkäufer, in diesem Fall Soros, ist zum Zeitpunkt des Handelsabschluss gar nicht im Eigentum der gehandelten Waren und/oder Dienstleistungen. Um diese Lieferverpflichtung erfüllen zu können, muss er sich bis zum Erfüllungszeitpunkt durch den Kauf der Waren und/oder Dienstleistungen eindecken.
Besondere Brisanz erhält das Vorgehen Soros dadurch, dass das hochspekulative und höchst umstrittene Geschäft mit Leerverkäufen in der jüngeren Vergangenheit zahlreichen Einschränkungen und Verboten unterworfen war. So wurden im Zuge der Finanzkrise ab 2007 Leerverkäufe von Finanzwerten in Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Australien, Kanada, Taiwan, Portugal, Irland und in Österreich verboten oder eingeschränkt. Sie galten nach übereinstimmender Analysten- und Expertenmeinung als einer der Hauptauslöser für diese Krise.
Soros scheint das aber nicht weiter zu interessieren. Er macht weiter mit solchen Transaktionen. Es scheint fast, als wolle er bewusst eine neue Krise herauf beschwören.
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