Feldzug zur Bargeldabschaffung schreitet voran

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Feldzug zur Bargeldabschaffung schreitet voran
Datum: 09.06.2020 - 10:00 Uhr

In kaum einem anderen Land der Welt ist das Bargeld so beliebt wie in Deutschland. »Nur Bares ist Wahres« lautet demzufolge auch ein entsprechendes Sprichwort. Die Finanzjongleure der Europäischen Zentralbank (EZB) versuchen hingegen schon seit Jahren, den Deutschen diese Liebe auszutreiben und das Volk auf digitales Geld umzuprogammieren. Denn digitales Geld kann von der Obrigkeit kontrolliert und gesteuert werden. Man kann Menschen sogar vom Zugriff auf das Geld ausschließen, indem man Konten sperrt oder die Ausgabe von Bargeld an Automaten unabhängig vom Kontostand limitiert. Jene Erfahrung mussten die Griechen machen, als man ihnen genau diese Beschränkung auferlegte.

Auch hierzulande gehört die Kontosperrung zu einer sehr oft angewendeten Zwangsmaßnahme, um Bürger in die Knie zu zwingen. Besonders gerne wird den Menschen das Konto gesperrt, die sich nachhaltig weigern, die GEZ-Zwangsabgabe zu entrichten. Bargeld ist also ein Stück Freiheit, denn auf das sicher zuhause deponierte Geld hat kein Staat, keine Institution, kein Geldeintreiber Zugriff. Genau diese Freiheit aber soll den Bürgern genommen werden. Entsprechend massiv wurden mehrere mediale Feldzüge gegen das Bargeld unternommen - relativ erfolglos, wie sich herausstellte.

Jetzt aber haben die Bargeldgegner einen neuen Verbündeten, den sie ideologisch wie eine Monstranz vor sich her tragen. Dabei ist dieser neue Verbündete mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Es ist ein Virus, dass im weit entfernten Wuhan entwich und auf den Namen CoVid-19 hört. Das 'Virus könnte nämlich an Geldscheinen haften, wird behauptet, und so übertragen werden. Deswegen sollte auf bargeldloses Bezahlen umgestiegen werden, das wäre angeblich ungefährlicher.

Wissenschaftlich belegt ist diese Behauptung nicht. Ganz im Gegenteil. Experten kamen bei einer entsprechenden Untersuchung zu dem Urteil: »Die wissenschaftliche Evidenz lässt vermuten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung über Banknoten gering ist.« Es sei denn, jemand habe sich zuvor mit dem Geldschein die Nase geputzt. Dann wäre eine Übertragung durchaus möglich.

Einigen Handelsketten in Deutschland jedoch scheinen diese Aussagen egal zu sein. Sie lassen sich pflichteifrigst im vorauseilendem Gehorsam vor die Karre der Bargeldgegner spannen und verweigern die Annahme von Bargeld.

Sven von Storch

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