FBI ermittelt gegen ehemalige Geheimdienstdirektoren

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FBI ermittelt gegen ehemalige Geheimdienstdirektoren
Datum: 10.07.2025 - 10:52 Uhr

Fox News berichtet, dass CIA-Direktor John Ratcliffe dem derzeitigen FBI-Direktor Kash Patel Beweise gegen Brennan übergeben hat, der unter anderem verdächtigt wird, dem Kongress falsche Informationen geliefert zu haben. Zwei Quellen zufolge werden die Handlungen der beiden vom FBI als mögliche Verschwörung bezeichnet, was eine umfassendere Anklage ermöglichen könnte. Auch gegen Comey wird ermittelt, die Details seiner Verdächtigungen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Die Ermittlungen gegen Brennan wurden ans Licht gebracht, nachdem Ratcliffe kürzlich eine Überprüfung des umstrittenen Berichts der Geheimdienste (ICA) aus dem Jahr 2017 veröffentlicht hatte. Darin wurde behauptet, Russland habe versucht, Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2016 zu helfen. Laut Fox News ergab die Überprüfung, dass der Bericht unter Zeitdruck erstellt wurde, gegen etablierte Geheimdienstprinzipien verstieß und von Beauftragten der Obama-Regierung politisch beeinflusst wurde.

Laut der neuen CIA-Überprüfung versuchte Brennan, das inzwischen verworfene und berüchtigte Steele-Dossier trotz Einwänden hochrangiger CIA-Analysten in den ICA-Bericht aufzunehmen. Eine interne E-Mail aus dem Jahr 2016 warnte Berichten zufolge vor der Aufnahme des Dossiers, da dies »die Glaubwürdigkeit des gesamten Dokuments gefährden« könnte. Brennan bestand der Überprüfung zufolge dennoch auf der Aufnahme der Informationen. Vor dem Kongress 2023 sagte Brennan jedoch das Gegenteil aus und erklärte, dass »die CIA entschieden gegen jegliche Bezugnahme auf oder Aufnahme des Steele-Dossiers in den ICA-Bericht« sei, wie aus einer von Fox News eingesehenen Abschrift seiner Aussage hervorgeht.

Das Dossier, das der ehemalige britische Agent Christopher Steele im Auftrag der Clinton-Kampagne über die Firma Fusion GPS erstellt hatte, enthielt eine Reihe unbewiesener und in vielen Fällen falscher Behauptungen über Trump. Dennoch wurde es zu einem zentralen Element bei der Entscheidung des FBI, eine Spionageabwehruntersuchung gegen die Trump-Kampagne mit dem Codenamen »Crossfire Hurricane« einzuleiten.

Mehrere nachfolgende Berichte, darunter der sogenannte Durham-Bericht, kritisierten den Umgang des FBI mit den Informationen scharf und warnten, dass die Behörde möglicherweise missbraucht worden sei, um die Wahl 2016 politisch zu beeinflussen. »Diejenigen, die an diesem politischen Skandal beteiligt waren, müssen für den Betrug, den sie an Präsident Trump begangen haben, und die Lügen, die sie über das amerikanische Volk verbreitet haben, zur Rechenschaft gezogen werden«, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in einer Erklärung gegenüber Fox News.

Sven von Storch

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