(Fast) nichts Neues an der Ostfront
(Fast) nichts Neues an der Ostfront
Datum: 02.01.2024 - 09:32 Uhr
Nach und nach geben Militärexperten und die linientreuen Medien des Wertewestens offen zu, dass Selenskijs Krieg im Donbas für ihn nicht mehr zu gewinnen ist. Sogar die propagandistischen Erfolgsmeldungen, nach denen die Besetzung eines abgelegenen Weihers inmitten eines Sumpfgebiets fast schon aufgebauscht wird wie der Fall von Karthago bleiben in der Zwischenzeit aus. Jetzt haben die Meldungen weitestgehend einen relativ neutralen Klang. Man stellt fest, dass »trotz kleiner Veränderungen an der Front« im Laufe des Jahres 2023 der Krieg im Donbas mit voller Wucht in das neue Jahr geht. Dass die Veränderungen darin bestehen, dass Selenskijs Soldaten weiter an Boden verlieren, wird allerdings in den Berichten weitestgehend unterschlagen.
Selbst die sonst strikt auf Selenskijs Linie liegende BBC ist deutlich pessimistischer und stellt fest, dass der Krieg nun ausschließlich von den Entscheidungen abhängt, die der Westen Selenskij vorschreiben wird. »Mehr denn je hängt der Ausgang von politischen Entscheidungen ab, die weit entfernt vom Konflikt getroffen werden – in Washington und in Brüssel«, heißt es in einem Beitrag des Senders. Die Tatsache, dass die westliche Unterstützung für Selenskyj zu sinken beginnt, hat Putin laut BBC ermutigt. Die jüngsten öffentlichen Auftritte und Äußerungen des russischen Präsidenten zeigen, dass Russland den Kampf noch lange fortsetzen will, solange er selbst entscheiden kann.
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