Fast 400.000 Syrer sollen 2018 ihre Familien nach Deutschland holen dürfen

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Fast 400.000 Syrer sollen 2018 ihre Familien nach Deutschland holen dürfen
Datum: 29.08.2017 - 08:17 Uhr

In Frankreich trafen sich Macron, Merkel und einige andere EU-Politiker, um sich über die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik auszutauschen. Mit am Tisch saßen auch Vertreter der nur bedingt demokratischen Staaten Libyen, Tschad und Niger. Doch ihre Anwesenheit war wichtig, weil die Hauptflüchtlingsroute genau über diese drei Länder bis zur Küste des Mittelmeers verläuft. Aus deutscher Sicht jedoch rücken die Vereinbarungen und Besprechungen mit diesen Vertretern aktuell in den Hintergrund. Denn wie die »Bild« berichtet sind am Rande dieser Gespräche die Zahlen der geplanten Familienzusammenführung der im Land befindlichen »Schutzsuchenden« publik geworden.

Die Zahl der Anträge auf Familiennachzug ist in den letzten Jahren parallel zu der Zunahme der »Schutzsuchenden« angestiegen. Im Jahr 2015 wurden 70.000 Anträge gestellt, in 2016 ging die Zahl auf 100.000 hoch und im ersten Halbjahr 2017 waren es bereits 60.000. Insbesondere an Syrer und Iraker wurden die begehrten Einreise-Erlaubnisse ausgegeben. Für dieses Jahr geht man davon aus, dass 72.000 Mal grünes Licht gegeben wird. Und das dicke Ende kommt noch. Anhand der Asylentscheidungen aus den letzten beiden Jahren ergibt sich, so heißt es in dem Zeitungsbericht, »ein Potenzial von Syrern, die berechtigt wären, Familienangehörige nachzuholen von rund 267 500 Personen.« Und dieses Potenzial erhöht sich in 2018 um weitere 120.000 Fälle auf bald 400.000! 400.000 Syrer dürfen ihre Familien nach Deutschland holen. Mit tatkräftiger Beteiligung Merkels.

Allein die Bürger im Land heißen das nicht gut. 58,3 Prozent einer Befragung lehnen diesen gesetzlich vorgesehenen Familiennachzug ab; lediglich 41,7 Prozent stimmen ihm zu. 

Sven von Storch

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