Facebook arbeitet mit Correctiv zusammen
Facebook arbeitet mit Correctiv zusammen
Datum: 17.01.2017 - 09:16 Uhr
2017 ist Wahljahr. Und weil nicht das Versagen der Altparteien für deren zu erwartende Wahlschlappen verantwortlich sein dürfen, beugt man großflächig vor. Bundesjustizminister Heiko Maas macht russische Hackerangriffe verantwortlich, doch auch über die sozialen Netzwerke verbreitete angebliche »Fake-News« tragen ihren Teil dazu bei, dass die Bürger im Land der Propaganda im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer weniger Glauben schenken.
Weil die bisherigen Löschergebnisse bei den sozialen Netzwerken nicht den Vorgaben der Merkel-Regierung entsprachen, wurden nun der Druck auf Facebook, Twitter und Co. erhöht. Bußgelder von bis zu 500.000 Euro gegen die Betreiber der Seiten droht die SPD aktuell an, sollten entsprechende Meldungen nicht innerhalb von 24 Stunden gelöscht sein.
Facebook gibt aktuell diesem Druck nach und holt sich zur Befolgung dieser Vorgabe Hilfe. »Correctiv«, ein nach eigenen Angaben gemeinnütziges, unabhängiges und investigatives Recherchezentrum, soll als Fake-News markierte Meldungen prüfen und mit einer Markierung versehen. Das, was im ersten Moment durchdacht klingt, erscheint bei näherer Betrachtung der Protagonisten bei Correctiv jedoch in einem ganz anderen Licht.
Der Leiter und Gründer des Recherchezentrums ist David Schraven. Er war Gründungsgeschäftsführer der taz-Redaktion Ruhr und über Jahre als freier Journalist bei der WamS, Zeit und SZ tätig. Zum Vorstand gehört unter anderem Cordula Meyer (Leiterin Deutschland-Ressort beim »Spiegel«); Schriftführerin ist Christina Elmer (Leiterin des Ressorts Datenjournalismus bei »Spiegel Online«). Chefredakteur ist Markus Grill, der von 2009 bis 2015 ebenfalls beim »Spiegel« tätig war. Auch Hristo Boytchev, einer der Correctiv-Reporter, hat sich seine Sporen beim »Spiegel« verdient.
Ein Blick auf die Mitarbeiter des von Facebook verpflichteten »unabhängigen« Recherchezentrum lässt schon im Vorfeld erahnen, welche Meldungen zukünftig als »Fake-News« gebrandmarkt werden.
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