Experte sieht schwere Zeiten auf FFF-Bewegung zukommen

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Experte sieht schwere Zeiten auf FFF-Bewegung zukommen
Datum: 07.01.2020 - 10:00 Uhr

Manchmal ist Erfolg recht kurzlebig. Diese Erfahrung macht zur zeit die Schulschwänzerfraktion, die sich selbst den hochtrabenden Namen »Fridays for future« gegeben hat. Die Zahl der schulschwänzenden Teilnehmer an den Freitagsdemonstrationen war bereits weit vor den Weihnachtsferien stark rückläufig. In den Ferien jetteten dann die FFF-Kinder und -Jugendlichen mit den Eltern ungeachtet jeglicher Schadstoffemissionen quer um den Globus. Ein solches Verhalten fördert nicht die Glaubwürdigkeit; genau diese Glaubwürdigkeit sei für eine solche Bewegung lebensnotwendig, sagt Protestforscher Wolfgang Kraushaar.

Die FFF-Bewegung verfügt über keinerlei politische Machtmittel. Sie zehrt einzig und allein von einer positiven Resonanz aus der Bevölkerung. Abschätzige Bemerkungen gegenüber den Großeltern, wie sie vor Weihnachten per Tweet veröffentlicht wurden (»Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei«) seien dabei in hohem Maße abträglich, so Kraushaar.

Auch die gewaltsamen Aktionen von »Extinction Rebellion« schüren das Misstrauen gegenüber der gesamten Gruppe. Es werde versucht, so Kraushaar, »mit dem Argument der Klimarettung im Rücken Grenzen zu überschreiten – und zwar in der Erwartung, dass diese Grenzüberschreitungen keine Konsequenzen nach sich ziehen.« Zwar versuche man die Gewaltaktionen mit dem Begriff des zivilen Ungehorsams zu kaschieren, Gewalt aber bleibe Gewalt und Straftaten bleiben Straftaten.

Kraushaar schließt seine Ausführungen in einem Beitrag der Welt mit folgenden Worten: »Nun wirkt es manchmal, als wäre das Pulver verschossen.«

Sven von Storch

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