Ex-DFB-Chef Reinhard Grindel hat Rückkehrrecht zum ZDF

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Ex-DFB-Chef Reinhard Grindel hat Rückkehrrecht zum ZDF
Datum: 04.04.2019 - 12:03 Uhr

Reinhard Grindel ist von seinem Amt als DFB-Präsident, dem weltweit größten sportlichen Einzelverband, zurückgetreten. Die Kritik an seinen dubiosen Nebeneinkünften, welche er entweder nicht erklären konnte oder wollte, war zuletzt immer lauter geworden. Auch die Annahme von teuren »Geschenken« warfen ein schlechtes Licht der Bestechlichkeit respektive der Vorteilsannahme auf Grindel. So blieb ihm zuletzt gar keine andere Möglichkeit mehr als von sich aus das Amt niederzulegen.

Doch Reinhard Grindel fällt weich. Er war über zehn Jahre beim ZDF als Fernsehjournalist tätig, bevor er 2002 für die CDU in den Bundestag einzog und dafür von seiner Arbeit beim Mainzer Sender freigestellt wurde. Im April 2016 ließ Grindel sich zum DFB-Präsidenten küren und verließ den Bundestag. Drei Jahre nach diesem Schritt steht Grindel aber laut Abgeordnetengesetz immer noch eine Rückkehr in seine ehemalige Tätigkeit beim ZDF zu. Das berichtete die »Bild«; das ZDF hat die Angaben bestätigt.

Ob Grindel seine Ämter bei der UEFA (europäischer Fußballverband) und der FIFA (internationaler Fußballverband) behalten kann, steht ebenfalls infrage. Die UEFA hat bereits angekündigt, dass sie für den Fall, dass Grindel nicht freiwliig zurücktritt, sie eine Untersuchung der Ethik-Kommission anstreben will. Ähnliches gilt für die FIFA. Noch ist dort zwar keine Untersuchung eingeleitet worden, aber da Grindel als einer der härtesten Kritiker von FIFA-Boss Infantino gilt, wird der sich die Möglichkeit kaum entgehen lassen, Grindel abzuschieben. Verlöre Grindel die Posten, verlöre er Einkünfte von etwa einer halben Million Euro pro Jahr.

Sven von Storch

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