Evangelische Kirche kauft für 1,1 Millionen Euro die Poseidon

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Evangelische Kirche kauft für 1,1 Millionen Euro die Poseidon
Datum: 03.02.2020 - 09:59 Uhr

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist unter die Schiffseigentümer gegangen. Für insgesamt 1,5 Millionen Euro, wovon die EKD allein 1,1 Millionen Euro beisteuerte, hat man das ehemalige Forschungsschiff »Poseidon« gekauft. Jetzt werden die erforderlichen Umbaumaßnahmen erfolgen, bevor das Schiff dann für die Migrantenbeförderung aus Afrika in die EU im östlichen Mittelmeer eingesetzt werden kann.

Bei dem EKD-Vorsitzenden Bedford-Strohm hört sich das natürlich ganz anders an. Da wurde für den Kauf des Schiffes ja auch nicht das dem Bürgern in Form von Kirchensteuer aus dem Geldbeutel geleirte Kapital ver(sch)wendet, der Kauf finanziere sich ganz allein aus Spendengeldern, behauptete Bedford-Strohm. Er freue sich, dass das Engagement so vieler Menschen jetzt auch zum Erfolg geführt habe, sagte er dem Evangelischen Pressedienst.

Das Schiff würde zur Seenotrettung eingesetzt werden, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski. Eine Aufgabe, die eigentlich eine staatliche Pflichtaufgabe sei, die aber im Mittelmeer schon lange nicht mehr wahrgenommen werde, so der Präses weiter.

Faktisch wird sich das umgebaute Schiff in die Reihe der Hilfsdienste für die vor Ort tätigen kriminellen Schlepper- und Schleuserbanden einreihen. Migranten aus Zentralafrika werden an der libyschen Küste in Empfang genommen und mit einer Art Taxi-Service unter Verletzung international gültiger Abkommen in die EU eskortiert respektive befördert. Finanziert auch mit den Beiträgen aus der Kirchensteuer.

Broschüre zum Kirchenaustritt (für Berlin) hier.

Sven von Storch

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