Eurokraten bedienen sich reichlich beim Inflationsausgleich
Eurokraten bedienen sich reichlich beim Inflationsausgleich
Datum: 13.10.2022 - 09:22 Uhr
Die Eurokraten in Brüssel wollen sich auf Kosten der Steuerzahler die Taschen noch voller machen. Rückwirkend zum 1. Juli sollen die Bezüge um 6,9 Prozent steigen. Der Öffentlichkeit verkauft werden sollen diese zusätzlichen Einnahmen als »Inflationsausgleich«. Insgesamt 50.000 EU-Beamte sollen profitieren dürfen, darunter auch die EU-Abgeordneten, an deren Spitze Ursula von der Leyen.
Mindestens 210 Euro gibt es mehr für die unteren Gehaltsklassen (Funktionsgruppen 1 bis 3), für die oberen Gehaltsklassen (Funktionsgruppen 13 bis 18) gibt es bis zu 1.460 Euro mehr. Die EU-Parlamentarier streichen 630 Euro mehr ein, Ursula von der Leyen sogar über 2.000 Euro. Monatlich. Rückwirkend ab dem 1. Juli.
Betrachtet man die Gehälter der unteren Funktionsgruppen (brutto 2.100 Euro bis 2.600 Euro), so könnte sogar ein gewisses Maß an Verständnis für eine Gehaltserhöhung aufgebracht werden. Aber bei Monatsgehältern von über 6.000 Euro (höchste Funktionsgruppe) oder 10.000 Euro für einen EU-Parlamentarier oder sogar fast 30.000 Euro für Ursula von der Leyen hält sich dieses Verständnis in sehr engen Grenzen.
Zumal die »Normalbürger« in den EU-Ländern keinen solchen »Inflationsausgleich« erhalten. Die müssen zusehen, wie sie die kostenintensiven Fehler ihrer Regierungen und der Zentralregierung in Brüssel mit ihren paar Kröten alleine stemmen.
Dennoch gibt es einen Aspekt, der ein wenig Hoffnung macht: zahlreiche EU-Staaten machen laut Medienberichten mobil gegen diesen »Inflationsausgleich«. Die Wahlsiege der EU-kritischen Parteien in Schweden und Italien zeigen Wirkung. Macht man sich bei der EU nämlich weiterhin selbst die Taschen voll, werden bei den kommenden Wahlen in den EU-Ländern die kritischen Parteien erheblichen Zulauf erhalten, befürchtet man. Und von diesen Wahlen gibt es einige.
Dänemark wählt am 1. November ein neues Parlament, im kommenden Frühjahr stehen Wahlen in Estland, Finnland und Griechenland an und im Herbst 2023 wird in Spanien, Luxemburg und Polen gewählt.
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