EU will Bargeldzahlungen ab 10.000 Euro verbieten

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EU will Bargeldzahlungen ab 10.000 Euro verbieten
Datum: 31.05.2024 - 09:31 Uhr

In Deutschland gab es hinsichtlich des Bezahlens mit Bargeld keine Obergrenze. Das wäre auch widersinnig, denn Geldscheine sind, anders als Geldmünzen, laut der Rechtsprechung das einzige unlimitiert anerkannte Zahlungsmittel. Soll heißen: beim Handel im Bereich von Kleinbeträgen braucht der Geldempfänger maximal 50 Münzen zu akzeptieren. Bei einem Euro also zum Beispiel 50 Zwei-Cent-Münzen. Mehr braucht er nicht anzuerkennen.

Bei Geldscheinen ist das anders. Ein Autokauf von zum Beispiel 10.000 Euro kann der Käufer ausschließlich mit Fünf-Euro-Scheinen begleichen. Der Verkäufer hat diese Zahlung zu akzeptieren. Bisher jedenfalls. Denn jetzt ist den Brüsseler Eurokraten in ihrem Vernichtungsfeldzug gegen das Bargeld eine neue Schikane eingefallen. In allen EU-Ländern gilt dann eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro. Bis zu diesem Beitrag kann mit Bargeld bezahlt werden, bei allen Beträgen, die darüber hinaus gehen, ist die Bargeldzahlung verboten.

Angeblich, so die Begründung, sei das ein Schritt im Kampf gegen die Geldwäsche. So wie die Abschaffung des 500-Euro-Scheins und eine Vielzahl weiterer Bestimmungen, die sich gegen das Bargeld richten. Um die Regeln zu überwachen, soll in Frankfurt am Main eine neue Behörde errichtet werden: die »Anti-Money Laundering Authority« (AMLA). Sie soll bereits Mitte nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen, obwohl die neuen EU-Bestimmungen erst in drei Jahren gelten sollen.

Transaktionen in bar können von den staatlichen Institutionen nicht oder nur schwer verfolgt werden. Das ist den Regierenden, die ihre Bürger nur zu gerne permanent kontrollieren oder gängeln wollen, selbstverständlich zuwider. Deswegen - und nur deswegen - wollen sie das Bargeld abschaffen.

Sven von Storch

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