EU-Steuerzahler sollen für US-Propagandaradio aufkommen

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EU-Steuerzahler sollen für US-Propagandaradio aufkommen
Datum: 21.03.2025 - 09:14 Uhr

Der globalistische Radiosender, der seit Beginn des Kalten Krieges amerikanische Propaganda vor allem in Osteuropa verbreitet, kann seit Jahren auf großzügige Zuwendungen der US-Steuerzahler zurückgreifen. Doch nun haben Präsident Donald Trump und seine rechte Hand Elon Musk den Milliarden-Rollover vorerst gestoppt und fast die gesamte Belegschaft entlassen. Musks Einschätzung der Mitarbeiter von RFE/RL lautet: »Radikale Linke, die Selbstgespräche führen und dabei jährlich eine Milliarde Dollar an Steuergeldern verbrennen.«

RFE/RL-Direktor Stephen Capus schlägt jedoch zurück und behauptet, eine Schließung wäre ein »riesiges Geschenk an Amerikas Feinde« und »iranische Ayatollahs, chinesische kommunistische Führer und Autokraten in Moskau und Minsk« würden seinen Untergang feiern. Nun will die tschechische Regierung eingreifen und die Finanzierung den EU-Steuerzahlern überlassen. Außenminister Jan Lipavsky erklärte gegenüber der BBC, er arbeite daran, eine »Länderplattform« aufzubauen, um den alten amerikanischen Propagandasender am Leben zu erhalten.

Allerdings räumte er ein, man müsse »sehr vorsichtig sein«, damit die USA sich dieser Initiative nicht widersetzten. RFE/RL hat nach eigenen Angaben eine Reichweite von 50 Millionen Zuhörern in Ländern wie Russland, dem Iran und der Ukraine und verbreitet seit Jahrzehnten Washingtons Botschaft in Regionen, in denen die lokalen Medien nicht immer im Sinne der amerikanischen Interessen waren.

Sven von Storch

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