EU-Polizisten sollen Libyens Südgrenze sichern
EU-Polizisten sollen Libyens Südgrenze sichern
Datum: 27.03.2017 - 08:13 Uhr
Beamte des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) und der Europäischen Kommission sollen einem Bericht der »Welt« zufolge derzeit prüfen, ob und unter welchen Bedingungen eine EU-Polizeimission entsendet werden könne, um libysche Grenzbeamte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Darüber haben die Innenminister der EU bei einem Gipfeltreffen in Rom beraten.
Eine finale Entscheidung sei aktuell noch nicht gefallen, heißt es in dem Bericht. Man sei sich innerhalb der EU aber einig, dass Libyen zeitnah technische Ausstattung wie Drohnen, Hubschrauber und moderne Kommunikationsmittel erhalten werde, um seine Grenze zu den südlichen Nachbarländern Niger, Tschad und Sudan besser kontrollieren und sichern zu können. Ein Großteil der Migranten, die sich via Libyen und der Mittelmeerroute auf den Weg nach Europa machen, stammen aus diesen drei Ländern.
Parallel dazu überlegen sich die Innenminister, wie sie aus illegalen Wirtschaftsmigranten zukünftig legale »Flüchtlinge« machen können. Laut Zeitungsbericht arbeite der EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos gegenwärtig an Plänen, wonach künftig »Flüchtlinge« aus Libyen auf legalem Weg in die Europäische Union umgesiedelt werden sollen. Die Hilfen für Libyen und das EU-Programm sollen dazu dienen, so Avramopoulos, dass das »Management des Flüchtlingsstroms« entlang der zentralen Mittelmeerroute verbessert wird.
Avramopoulos: »Wenn das klappt, sollten wir auch die legalen Möglichkeiten für die Menschen verbessern, sicher und in geordneter Weise zu uns zu kommen.« Seine Pläne für ein sogenanntes Resettlement-Programm werden von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Italiens Innenminister Marco Minniti unterstützt, heißt es in dem Bericht.
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