EU liefert nur die Hälfte der zugesagten Munition an Selenskij

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EU liefert nur die Hälfte der zugesagten Munition an Selenskij
Datum: 01.02.2024 - 10:45 Uhr

Im vergangenen März kündigten die EU-Staaten vollmundig und lauthals an, dass sie innerhalb der folgenden zwölf Monate eine Million Schuss Artilleriemunition an Selenskij aushändigen wollte. Organisiert werden sollten sie aus den Beständen der Mitgliedstaaten, ergänzend aber auch über neue gemeinsame Beschaffungsprojekte. Es funktionierte nicht, musste jetzt der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bei einem Treffen der Verteidigungsministertreffen in Brüssel einräumen. Bislang erhielt Selenskij 330.000 Schuss Artilleriemunition seit dem vergangenen März, nun will man seitens der EU in diesem und dem nächsten Monat noch weitere 200.000 Schuss liefern. Woher die kommen sollen, weiß Borrell allerdings nicht. Zumindest sagt er nichts dazu im Beitrag beim ZDF.

Das Versagen bei den zugesagten Lieferungen ist zum größten Teil hausgemacht. In Summe haben die EU-Länder gar nicht die Kapazitäten, so viel Munition in dem vorgegebenen Zeitraum zusätzlich herzustellen. Denn schließlich müssen auch die Armeen in den eigenen Ländern versorgt werden und zudem hat die EU langfristige Waffenlieferungsverträge mit anderen Staaten abgeschlossen. Die wollen natürlich auch ihr Kriegsgerät erhalten, um sich zum Beispiel an Bürgerkriegen in Arabien beteiligen zu können.

Am Ende der Versagensliste steht natürlich auch das Geschehen im Donbas. Selenskijs Armee verballert mehr Munition an einem Tag als alle Waffenschmieden in den Ländern der EU zusammengenommen in einem Monat produzieren können. Das hindert Selenskij allerdings nicht daran, immer wieder neue Waffen, neue Munition und neues Kriegsgerät in seiner bekannt arroganten Tonart zu fordern.

Sven von Storch

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