Es sieht düster aus für einen Sieg der Ukraine
Es sieht düster aus für einen Sieg der Ukraine
Datum: 22.12.2023 - 09:16 Uhr
Oberstleutnant Joakim Paasikivi erscheint täglich in verschiedenen schwedischen Medien und ist durch seine, gelinde gesagt, positiven Analysen der militärischen Fähigkeiten der Ukraine, auch über Schweden hinaus, bekannt geworden. Noch im Juni verbreitete er in einem Interview mit Svenska Dagbladet die erfreuliche Botschaft: Die Ukraine werde den Krieg bereits in diesem Jahr gewinnen, urteilte er. Es ging lediglich darum, dass der Westen weiterhin Waffen in den Krieg pumpte.
Es sei sogar möglich, dass Kiew »die Krim einnimmt«, so der prominente Oberstleutnant, der auch den Zusammenbruch von Teilen der russischen Armee vorhersagte. »Ich denke, das führt dazu, dass die Ukraine entweder am Verhandlungstisch ihr gesamtes Territorium befreien kann oder im nächsten Jahr eine Offensive fortsetzt«, erklärte Joakim Paasikivi der Zeitung.
Dieselbe Zeitung hat nun – Ende Dezember – ein neues Interview mit Joakim Paasikivi geführt. Und jetzt ist das Medienprofil nicht mehr so positiv. Stattdessen gibt er an, dass er die russische Verteidigungsfähigkeit zuvor unterschätzt habe: »Es sieht jetzt düster aus. Es bleibt die Hoffnung, dass bevor es gut läuft, es bekanntermaßen nicht sehr gut läuft.«
Joakim Paasikivi steht wegen allzu optimistischer Prognosen in der Kritik. Er selbst bezeichnet diese Kritiker an seinen laut SvD als »Hasser«, gibt aber auch zu, in dem Konflikt keineswegs neutral zu sein. Er »versucht, objektiv zu sein, was den Stand der Dinge angeht.« Und da sieht es wirklich düster aus für Selenskij.
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